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Abgelehntes Marx-Rücktrittsgesuch: Opferinitiative macht Papst heftige Vorwürfe

  • Vor knapp anderthalb Monaten hat der Münchner Erzbischof Reinhard Marx dem Papst seinen Rücktritt angeboten.
  • Der Heilige Vater lehnte das Gesuch aber ab.
  • Die Opferinitiative „Eckiger Tisch“ kritisiert ihn dafür scharf.
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Berlin. Die Opferinitiative „Eckiger Tisch“ hat Papst Franziskus für die Ablehnung des Rücktrittsgesuchs von Kardinal Reinhard Marx heftig kritisiert. In einem Brief an den Vatikan schrieb Sprecher Matthias Katsch laut „Spiegel“: „Eure Reue ist billig.“ Sie bleibe für die Betroffenen folgenlos.

Er fordert vom Papst ein weltweites „Aufklärungs- und Untersuchungsprojekt“ anhand der Akten aus vatikanischen Archiven und verlangt zudem finanzielle Entschädigungen für die Opfer und eine „Kultur des Zuhörens“.

Der „Eckige Tisch“ vertritt die Interessen von Betroffenen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen speziell im Kontext der Katholischen Kirche. Die Initiative hatte Franziskus bereits vorgeworfen, sich mit der Ablehnung des Rückstrittsgesuchs selbst schützen zu wollen.

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Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Marx, hatte wegen des Missbrauchsskandals in der Kirche Anfang Juni seinen Amtsverzicht angeboten, Papst Franziskus lehnte seinen Rücktritt aber ab.

RND/dpa

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