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Katalonien: Hunderttausende gehen für Separatistenführer auf die Straße

„Unabhängigkeit, Unabhängigkeit!“ und „Freiheit für die politischen Gefangenen!“ – unter Protestrufen gingen rund 200.000 Menschen in Katalonien auf die Straße. Sie demonstrierten gegen den Prozess gegen zwölf Separatistenführer. Auch der abgesetzte Ex-Regionalpräsident Puigdemont meldet sich aus dem Exil zu Wort.

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Barcelona. Hunderttausende Menschen haben in Katalonien gegen den historischen Prozess gegen zwölf Separatistenführer der Konfliktregion im Nordosten Spaniens protestiert. „Unabhängigkeit, Unabhängigkeit!“ und „Freiheit für die politischen Gefangenen!“, skandierten die Demonstranten am Samstagabend in Barcelona.

Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 200.000, die Organisatoren – darunter die in der Region regierenden Parteien – sprachen von einer halben Million. Der Protestzug auf der Gran Via, der unter dem Motto "Selbstbestimmung ist kein Verbrechen" stattfand, wurde von Regionalpräsident Quim Torra angeführt.

Separatistenführern drohen lange Haftstrafen

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Der Prozess gegen die Separatistenführer hatte am Dienstag vor dem Obersten Gericht in Madrid begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vor.

Hintergrund ist ein Abspaltungsreferendum vom 1. Oktober 2017 mit anschließendem Unabhängigkeitsbeschluss. Für den Hauptangeklagten, den früheren Vize-Regionalpräsidenten Oriol Junqueras, fordert die Staatsanwaltschaft 25 Jahre Haft.

Unabhängigkeitsbefürworter planen mehrere Aktionen

Junqueras hatte ausgesagt: "Nichts, nichts, überhaupt nichts von all dem, was wir gemacht haben, ist eine Straftat." Der abgesetzte Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont, der nach Belgien geflohen war, ist von dem Verfahren nicht betroffen. Auf Twitter bezeichnete der 56-Jährige die Demo als "beeindruckend". "Das Bild von verschiedenen Menschen, die sich friedlich und solidarisch gegen die Ungerechtigkeit mobilisieren, ist das beste Gesicht Europas."

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Die Kundgebung vom Samstag war die erste von mehreren geplanten Aktionen der Unabhängigkeitsbefürworter. Sie protestieren gegen den Prozess und für das Recht auf Selbstbestimmung. Für nächsten Donnerstag haben die separatistischen Parteien zusammen mit Verbänden und Gewerkschaften einen Generalstreik ausgerufen.

Von RND/dpa

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