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Karliczek zum „Corona-Aufholprogramm“: „Wir zeigen Familien, dass sie uns wichtig sind!“

  • Kinder und Jugendliche haben in der Corona-Pandemie auf viel verzichten müssen.
  • Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) haben daher das milliardenschwere „Corona-Aufholprogramm“ vorgestellt, mit dem nun die Langzeitfolgen der Pandemie abgemildert werden sollen.
  • „Wir nehmen unser Herz in die Hand“, sagte Karliczek.
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Berlin. Im Bundeskabinett ist heute das milliardenschwere „Corona-Aufholprogramm“ für Kinder und Jugendliche auf den Weg gebracht worden. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) haben die Pläne in einer Pressekonferenz vorgestellt. „Wir nehmen unser Herz in die Hand“, sagte Karliczek.

„Für Familien ist heute ein wichtiger Tag, an dem wir zeigen, dass sie uns wichtig sind“, sagte Bildungsministerin Karliczek. Sie nannte das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ und die Schaffung des Rechtsanspruchs für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen „wegweisende Beschlüsse“: „Die Bundesregierung ist fest entschlossen, sich für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern einzusetzen. Wir nehmen unser Herz in die Hand.“

Die Bildungsministerin betonte, dass der beste Distanzunterricht kein Ersatz für das Lernen im Klassenraum sei. Auch wenn vielen Familien das Lernen zu Hause gelungen sei, rechnet die CDU-Politikerin mit deutlichen Rückständen bei etwa 25 Prozent der Schüler. Sie nannte das Milliardenprogramm eine „nationale Kraftanstrengung“.

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Familienministerin Franziska Giffey zeigte sich ebenfalls zufrieden: Es sei nötig, Lernrückstände aufzuholen, da die Kinder und Jugendlichen viel verpasst hätten. Zudem solle auch die frühkindliche Bildung gefördert werden.

Langzeitfolgen für Kinder und Jugendliche abmildern

Mit dem 2-Milliarden-Euro-Vorhaben sollen Nachhilfe- und Sozialmaßnahmen finanziert werden, um die Corona-Langzeitfolgen für Kinder und Jugendliche abzumildern. Eine Milliarde Euro soll in Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler investiert werden, die große Lernrückstände aufgebaut haben. Die zweite Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Programme vorgesehen, um die sozialen und psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern.

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Es geht auch um eine Einmalzahlung von 100 Euro für Ferien-, Sport- und Freizeitaktivitäten für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen. Giffey und Karliczek haben zudem Pläne für die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule präsentiert. Dies war ebenfalls zuvor im Kabinett auf den Weg gebracht worden.

Das Kinderhilfswerk hatte das Hilfspaket zuvor als „völlig unzureichend“ kritisiert. „Natürlich hört sich ein 2-Milliarden-Euro-Programm erst einmal gut an, aber im Endeffekt werden damit weniger als 150 Euro pro Kind in die Hand genommen“, erklärte Kinderhilfswerkspräsident Thomas Krüger am Mittwoch in Berlin.

RND/ag/dpa

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