• Startseite
  • Politik
  • Karliczek stellt 300 Millionen Euro schweres Förderpaket für Covid-19-Medikamente vor

Karliczek stellt 300 Millionen Euro schweres Förderpaket für Covid-19-Medikamente vor

  • Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat ein Förderprogramm für die Arzneimittelentwicklung in Höhe von 300 Millionen Euro vorgestellt.
  • „Damit wollen wir der Pandemie den Schrecken nehmen“, so Karliczek.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts haben sich zudem zu den aktuellen Entwicklungen in der Pandemie geäußert.
Anzeige
Anzeige

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, haben sich heute zu den aktuellen Entwicklungen in der Pandemie geäußert. Ebenfalls anwesend war Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Sie stellte ein Förderprogramm für die Arzneimittelentwicklung in Höhe von 300 Millionen Euro vor. „Damit wollen wir der Pandemie den Schrecken nehmen“, so Karliczek.

Forschungsministerin Anja Karliczek kündigte ein Förderprogramm in Höhe von 300 Millionen Euro zur Erforschung von Medikamenten gegen Covid-19 an. Gefördert werden soll die späte klinische Phase bis zur Zulassung wirksamer Medikamente.

„Damit wollen wir der Pandemie den Schrecken nehmen“, so Karliczek. „Wirksame Medikamente gegen Covid-19 werden benötigt, auch wenn viele Menschen geimpft sind.“ Nicht alle Menschen seien bereit, sich impfen zu lassen, bei anderen sei eine Impfung nicht möglich. Auch diese Menschen sollen geschützt werden. „Die Entwicklung von Arzneimitteln dauert in der Regel Jahre“, gab die Ministerin zu bedenken. „Es wird nicht morgen ein Medikament geben.“

Anzeige

Karliczek zu Biontech: „Sie haben Epochales geleistet“

Karliczek betonte zudem, dass deutsche Unternehmen bereits viel in der Pandemiebekämpfung geleistet hätten: „Es ist ein Verdienst der Wissenschaft, dass wir heute so weit sind.“ Sie hob vor allem das Unternehmen Biontech um das Gründerpaar Ugur Sahin und Özlem Türeci hervor. „Sie haben Epochales geleistet“, sagte die Forschungsministerin.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstrich die Bedeutung der Medikamentenentwicklung: „Das Virus wird bleiben und einige können nicht geimpft werden.“ Bei anderen komme es trotz Impfung zu einer Erkrankung. Dann könnten Arzneien Abhilfe schaffen.

Spahn: „Alles geht in die richtige Richtung“

Anzeige

Spahn mahnte zudem gemeinsam mit RKI-Chef Lothar Wieler trotz der Entspannung der Corona-Lage zu weiterer Vorsicht. Mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe „alles in die richtige Richtung“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Es gelte nun aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe.

Es werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Lage auch im Sommer insgesamt besser sei. Auf allen politischen Ebenen sei daher die Bereitschaft nötig, im Fall steigender Infektionen schnell auch wieder Beschränkungen einzuführen und nicht lange zu warten.

Anzeige
Video
Corona-Lage in Deutschland: RKI-Lagebericht vom 12. Mai
1:08 min
Das Robert Koch-Institut hat am Mittwochmorgen 14.909 Corona-Neuinfektionen gemeldet – rund 4000 weniger als noch vor einer Woche.  © dpa

Impfungen für Kinder

Spahn (CDU) hatte zudem am Dienstag bekräftigt, dass bis zum Ende der Sommerferien den 12- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll. Am Dienstagabend gab die EMA auf dpa-Anfrage bekannt, dass sie noch im Mai über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden will. Das Verfahren könne angesichts von Fortschritten bei der Bewertung beschleunigt werden und Ende des Monats abgeschlossen sein.

Der Virologe Christian Drosten schätzt derweil, dass die Bevölkerung in Deutschland ungefähr in den kommenden eineinhalb Jahren immun gegen das Coronavirus wird. Jeder werde immun werden, durch die Impfung oder durch natürliche Infektion, sagte der Wissenschaftler der Charité Berlin im Podcast „Coronavirus-Update“ (NDR-Info).

Infektionszahlen sinken weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch binnen eines Tages 14.909 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.034 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8).

RND/ag/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen