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Karliczek: Lockdown in Schulen gehört zu den „härtesten politischen Entscheidungen“

  • Der Lockdown in den Schulen wird fortgesetzt.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält das für „absolut notwendig“, spricht aber auch von einer sehr harten Entscheidung.
  • Jetzt gelte es, Konzepte zu erarbeiten, wie der Ausfall des Präsenzunterrichts ausgeglichen werde.
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Berlin. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält die beschlossene Verlängerung des Lockdowns an den Schulen für unbedingt notwendig. „Die Schulen und Kitas weiterhin nahezu vollständig geschlossen zu halten, gehört sicherlich zu den härtesten politischen Entscheidungen zu Beginn dieses Jahres“, sagte Karliczek dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Gerade diese Entscheidung fällt allen bildungspolitisch Verantwortlichen sehr schwer“, fügte sie hinzu. „Aber sie ist angesichts der Entwicklung der Pandemie leider absolut notwendig.“

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Karliczek führte aus: „Die Wissenschaft geht zunehmend davon aus, dass der normale Schulbetrieb zur Verbreitung des Virus beiträgt.“ Zwar hätten die seit Dezember ergriffenen Maßnahmen dazu geführt, das Infektionsgeschehen in Deutschland insgesamt etwas zu reduzieren, sagt sie. „Aber wir müssen dafür Sorge tragen, dass dieser Trend erhalten bleibt“, so die Ministerin.

„Wir müssen auch im Bereich der Schule Vorsorge dafür treffen, dass die Gefahren, die durch Mutationen der Viren auftreten können, beherrschbar bleiben“, sagte Karliczek. Vorsorge sei in dieser Phase der Pandemie vielleicht noch wichtiger denn je.

Die Bundesbildungsministerin betonte: „Mir ist bewusst, welche schwerwiegenden Auswirkungen diese Entscheidung auf das Leben der Familien und für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen in den nächsten Wochen hat.“ Sie sagte: „Wir müssen aber auch schon jetzt an die Zeit denken, wenn wir die Pandemie besser unter Kontrolle haben.“

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Es gelte, Konzepte zu entwerfen, wie der Ausfall des Präsenzunterrichts im Laufe des Schuljahrs ausgeglichen werden könne, wenn sich die Pandemielage dann hoffentlich mehr und mehr entspanne.

„Der Distanzunterricht läuft derzeit an sehr vielen Schulen besser als noch vor einem Dreivierteljahr“, sagte Karliczek. „Aber natürlich wissen wir, dass gerade die, die Schwierigkeiten beim Lernen haben, durch die erneuten Schulschließungen weitere Nachteile erfahren könnten“, sagte sie. „Gerade auf diese Gruppe von Schülern muss in den nächsten Monaten besonders geachtet werden.“

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