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  • Karl Lauterbach warnt vor Corona-Variante B.1.1.529: SPD-Politiker fordert Reisebeschränkungen

Lauterbach warnt vor B.1.1.529: „Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein“

  • Im südlichen Afrika ist eine neue Corona-Variante aufgetaucht.
  • Nachdem bereits international Experten vor der Variante B.1.1.529 gewarnt haben, zeigt sich nun auch SPD-Gesundheits­experte Karl Lauterbach höchst besorgt.
  • Bei Twitter teilte er eine Grafik und forderte umgehende Reisebeschränkungen.
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Hannover. Der SPD-Gesundheits­experte Karl Lauterbach hat sich höchst besorgt über die neue, im südlichen Afrika aufgetauchte Corona-Variante gezeigt. Bei Twitter teilte er in der Nacht zu Freitag eine Grafik, die zeigt, dass sich die neue Variante B.1.1.529 in Südafrika offenbar um ein Vielfaches schneller verbreitet als die bisher dominierende Delta-Variante. „Hoffentlich bestätigt sich nicht, was diese Grafik zeigt“, schreibt Lauterbach in dem Beitrag. Wenn doch, müssten umgehend Reise­beschränkungen erfolgen. „Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in eine laufende Welle hinein“, so Lauterbach weiter.

Auch international löst die neue Variante Besorgnis aus. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend sei, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Großbritannien und Israel schränkten deswegen vorsorglich den Flugverkehr in die Staaten der Region ein.

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22 Fälle in Südafrika nachgewiesen

Das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD teilte am Donnerstag mit, es seien in Südafrika erste 22 Fälle der neuen Variante B.1.1.529 nachgewiesen worden. Mit mehr Fällen sei im Zuge der laufenden Genom­analysen zu rechnen. „Obwohl die Datenlage noch beschränkt ist, machen unsere Experten mit allen Überwachungs­systemen Überstunden, um die neue Variante und die damit möglicher­weise verbundenen Implikationen zu verstehen.“

Gesundheitsminister Joe Phaahla erklärte, die neue Variante bestätige die „Tatsache, dass dieser unsichtbare Feind sehr unvorher­sehbar ist“. Er rief die Südafrikaner auf, Masken zu tragen, Abstand zu halten und insbesondere, sich impfen zu lassen. „Wir haben auch das zusätzliche Mittel der Impfungen, das uns helfen wird, schwere Erkrankungen zu vermeiden, und auch, dass wir in der Klinik enden oder sogar dem Virus zum Opfer fallen“, sagte er.

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Neue Corona-Variante: Deutschland schränkt Flugverkehr ein
1:10 min
Die Entdeckung einer neuen Corona-Variante in Südafrika sorgt international für Unruhe.  © AFP

Israel und Großbritannien schränken Flugverkehr ein

Israel stufte daraufhin die Länder Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini als „rote Länder“ ein. Ausländer dürften aus diesen Ländern nicht mehr nach Israel einreisen, teilte das Büro des Minister­präsidenten Naftali Bennett mit. Israelis müssen bei einer Heimkehr aus diesen Ländern für bis zu 14 Tage in Quarantäne in ein Corona-Hotel, können sich aber nach einer Woche mit zwei negativen PCR-Tests freitesten. Man werde die neue Variante genau beobachten, um eine Ausbreitung in Israel zu verhindern, hieß es.

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Die britische Regierung schränkt wegen der neuen Virusvariante den Flugverkehr aus Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Eswatini und Namibia ein. Zudem gelte für Ankommende eine strenge Pflicht zur Hotel­quarantäne, teilte Gesund­heits­minister Sajid Javid mit. Es gebe Hinweise darauf, dass B.1.1.529 noch ansteckender sei als die Delta-Variante und dass die verfügbaren Impfstoffe weniger wirksam seien. Der Flugverkehr aus den sechs Ländern solle von Freitag­mittag an eingestellt werden.

B.1.1.529 „die schlimmste Variante“

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Bislang wurden in Großbritannien keine Fälle mit der neuen Variante festgestellt, die etwa 30 Mutationen aufweisen soll. Doch täglich kommen laut der Nachrichtenagentur PA 500 bis 700 Menschen allein aus Südafrika in dem Land an. Über die Weihnachts­zeit wird mit einer höheren Zahl gerechnet. PA zitierte einen Experten der britischen Behörde für Sicherheit im Gesundheits­wesen mit der Einschätzung, bei B.1.1.529 handele es sich um „die schlimmste Variante“, die bisher gesehen wurde. Bislang gebe es nur bestätigte Fälle in Südafrika, Botswana und Hongkong.

RND/jst/dpa

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