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„Schuss könnte nach hinten losgehen“: Lauterbach warnt vor unbezahlter Quarantäne für Ungeimpfte

Karl Lauterbach (r.), SPD-Gesundheitsexperte, beim Philosophiefestival in Köln.

Karl Lauterbach (r.), SPD-Gesundheitsexperte, beim Philosophiefestival in Köln.

Berlin. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Länder davor gewarnt, künftig für Ungeimpfte die Lohnfortzahlung bei Quarantäne zu streichen.

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„Normalerweise bin ich immer für schärfere Maßnahmen, wenn es um Schutz vor Corona geht. In diesem Fall aber könnte der Schuss nach hinten losgehen“, sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Er betonte: „Die Idee, dass Ungeimpfte erst für ihren Corona-Schnelltest selbst zahlen, dann einen PCR-Test machen und danach in unbezahlte Quarantäne gehen, ist zu schön, um wahr zu sein.“

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Als schlechtes Beispiel führte Lauterbach die USA an, wo es grundsätzlich keine bezahlte Quarantäne gibt. „Die erkrankten Menschen versuchen, so durchzukommen. Das birgt zwei Risiken: Sie können andere anstecken und es drohen auch gesundheitliche Gefahren, wenn eine Corona-Erkrankung verschleppt wird“, erklärte der SPD-Gesundheitsexperte.

Bislang gilt allerdings: Wer an Corona erkrankt ist, wird auch nach den Plänen der Länder weiterhin eine Lohnfortzahlung erhalten - die übliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wie sie alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch bei anderen Erkrankungen erhalten.

Wer allerdings vorsorglich in Quarantäne muss, weil er zu Infizierten Kontakt hatte und nicht geimpft ist, der wird künftig zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Oktober ohne Lohnersatzleistung auskommen müssen.

Das Düsseldorfer Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, einen Anspruch hätten jedoch weiterhin Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen Corona impfen lassen könnten. Gleiches gilt für Genesene und Geimpfte, die aufgrund von so genannten Impfdurchbrüchen oder Neuerkrankungen in Quarantäne müssten.

In der Aktualisierung des Textes haben wir die Klarstellung ergänzt, dass an Corona Erkrankte auch nach den Plänen der Länder weiterhin eine Lohnfortzahlung erhalten sollen.

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