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Lauterbach sieht Corona-Trendwende: „Der Rückgang der Fallzahlen ist echt“

  • Zeigen sich derzeit die ersten positiven Effekte von Corona-Maßnahmen und Impfkampagne?
  • Die offiziellen Corona-Fallzahlen sinken seit Tagen, allerdings gehen Experten von zu niedrigen Werten aus.
  • Doch nun bestätigt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: „Der Rückgang der Fallzahlen ist echt.“
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Berlin/Hannover. Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die rückläufigen Corona-Fallzahlen in Deutschland als wahr bestätigt. „Die Lage stabilisiert sich langsam, und der Rückgang der Fallzahlen ist echt“, schrieb der SPD-Politiker am Montagvormittag bei Twitter.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 389,2 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 390,9, am Samstag bei 402,9 und am Freitag bei 413,7 gelegen.

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Ein Grund zur Entwarnung sei dies aber nicht, so Lauterbach. Noch immer würden sich deutlich zu viele Menschen infizieren. Wie bereits am Vorabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“ betonte er in diesem Zuge erneut die Bedeutung der Boosterkampagne. Diese müsse weiter verstärkt werden, so Lauterbachs Forderung. Denn: Der Trend der fallenden Zahlen „darf durch Weihnachten nicht gefährdet werden“. Das Ziel der Bundesregierung sind 30 Millionen verabreichte Impfdosen bis Jahresende.

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RKI-Zahlen ohne Werte aus Niedersachsen

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Unter dem Beitrag von Lauterbach äußerten sich auch kritische Stimmen. Ein Nutzer, der sich auf der Plattform als Arzt ausgibt, gab zu bedenken: „Die Meldungen sind unvollständig und im Verzug.“ Bei den Laboren gebe es eine Überlastung, die sich weiterhin auch in einer sehr hohen Positivquote widerspiegele.

Auch Experten gehen bei der Bewertung des Infektionsgeschehens von einer merklichen Untererfassung aus, weil Gesundheitsämter und Kliniken demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterherkommen.

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Hinzu kommt, dass in den aktuellen Zahlen die Werte des Niedersachsen fehlen. Das teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit. Auch das RKI informiert auf seiner Seite: „Aufgrund technischer Probleme wurden gestern und vorgestern aus Niedersachsen keine Daten an das RKI übermittelt.“

RND/jst

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