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  • Karl Lauterbach rechnet mit vierter Corona-Welle – weiterer Lockdown nicht notwendig

Lauterbach rechnet mit vierter Welle – allerdings ohne weiteren Lockdown

  • Die vierte Corona-Welle sieht Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) schon kommen – Bedarf für einen erneuten Lockdown werde es aber nicht geben.
  • Wenn Menschen wieder in Innenräumen aufeinander treffen, werde es mehr Infektionen geben, ohne dass aber ein Lockdown notwendig werde, so Lauterbach.
  • Außerdem bedauert er die fehlende Nachfrage nach dem Impfstoff von Johnson & Johnson.
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Berlin. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht auch bei möglichen neuen Corona-Ausbrüchen in Zukunft keinen Bedarf für einen weiteren Lockdown in Deutschland. „Dem wirklich guten Sommer steht im Prinzip nichts mehr entgegen“, sagte er dem Nachrichtensender „Welt“ am Donnerstag.

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Lauterbach zu Corona-Entwicklung: Inzidenz wird sich bei 35 einpendeln
0:54 min
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet für die kommende Zeit ein entspannteres Corona-Infektionsgeschehen.  © dpa

Er rechne zwar mit einer vierten Corona-Welle, wenn die Innenräume geöffnet werden und Leute aufeinander treffen, „die noch nicht geimpft sind und noch nicht genesen sind und möglicherweise noch nicht getestet sind“. Es würden aber keine Ausbrüche sein, „die die Dimension haben, dass wir nochmals einen Lockdown benötigen“.

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Daneben äußerte Lauterbach Verständnis dafür, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen wollen, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) keine Empfehlung für den ab zwölf Jahren zugelassenen Biontech-Impfstoff ausgesprochen hat. Vom 7. Juni an können Jugendliche sich um eine Impfung bemühen.

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Der Gesundheitspolitiker bedauerte im Interview zudem, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson sich zum „Ladenhüter“ entwickelt habe. Genauso wie beim Vektorimpfstoff von Astrazeneca seien in seltenen Fällen Sinusvenenthrombosen aufgetreten. Für eine vollständige Immunisierung benötigt das Johnson-&-Johnson-Vakzin jedoch nur eine Dosis, deshalb sei es Lauterbach zufolge in Amerika begehrt.

RND/dpa

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