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Lauterbach plädiert für rasche Impfung von Kindern und Jugendlichen

  • Der SPD-Politiker Karl Lauterbach erwartet, dass die Corona-Pandemie dauerhaft abflaut und normales Leben im Sommer wieder möglich werden wird.
  • Allerdings müssten nun auch dringend Kinder und Jugendliche geimpft werden, so der Bundestagsabgeordnete.
  • Auch Ausbrüche in Schulen seien zu befürchten.
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Tutzing, Düsseldorf. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet ein dauerhaftes Abflauen der Corona-Pandemie. Der große Schrecken werde in diesem Sommer enden und ein normales Leben wieder möglich, sagte der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing. Allerdings müssten jetzt dringend Kinder und Jugendliche geimpft werden.

Denn es sei zu erwarten, dass es immerhin bei einem Prozent der infizierten Kinder zu einem schwere Krankheitsverlauf mit einer notwendigen Behandlung im Krankenhaus komme, erklärte Lauterbach bei der Tagung des Politischen Clubs der Akademie. Außerdem seien Ausbrüche der Pandemie in den Schulen zu befürchten. Nach sorgfältiger Abwägung habe sich deshalb seine 14-jährige Tochter impfen lassen.

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Lauterbach warnt dennoch vor Langzeitfolgen

Voraussichtlich werde es nur noch eine kleine neue Corona-Welle geben, bei der sich die aggressivere Delta-Variante durchsetzen werde, sagte der Gesundheitsexperte. Allerdings werde durch die Impfungen in den meisten Fällen ein schwerer Verlauf verhindert. Die Langzeitfolgen von Covid-19 könnten aber gravierende Auswirkungen haben, betonte Lauterbach. Denn Corona könne kleine Gefäße in Organen wie Lunge und Herz und auch dem Gehirn angreifen. Durch diese Vorschädigungen sei eine Zunahme von Herzinfarkten oder Demenz-Erkrankungen zu befürchten.

Während Deutschland trotz Versäumnissen und Fehlern insgesamt gut durch die Corona-Krise gekommen sei, stünden die ärmeren Ländern in Afrika, Südostasien oder Lateinamerika vor einer katastrophalen Situation, sagte der SPD-Politiker. Denn auf diese Länder, in denen bisher nur wenige Menschen geimpft seien und es kaum medizinische Intensivstruktur gebe, komme die aggressive Delta-Variante des Virus zu. Deshalb sei es ein „historisches Versagen“ der westlichen Länder in Europa und den USA, keinen zusätzlichen Impfstoff für ärmere Länder produziert zu haben.

RND/epd

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