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Lauterbach: Omikron-Welle erreicht Deutschland zum Jahreswechsel

Bundesgesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Bundesgesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass im nächsten Jahr eine weitere Impfung nach dem Boostern notwendig sein werde. Dies sei aber wissenschaftlich noch nicht gesichert. Hintergrund ist die Omikron-Variante, die sich weltweit immer weiter ausbreitet und in mehreren Ländern bereits die vorherrschende Corona-Variante ist, unter anderem in den USA und in Großbritannien.

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Es werde wahrscheinlich eine „spezifische Omikron-Impfung“ geben müsse, sagte Lauterbach am Donnerstag gegenüber dem WDR. Er gehe von einer vierten Impfung im nächsten Jahr aus, wie er am Abend auch im ZDF bekräftigt hatte: „Wir werden eine vierte Impfung brauchen“, so Lauterbach.

Eine wirklich große, schnelle Omikron-Welle habe man in Deutschland zum Glück noch nicht. Dies werde sich aber zum Jahreswechsel oder zum Jahresbeginn ändern, so der Gesundheitsminister im WDR.

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Lauterbach: Unklar, wie lange der Booster schützt

Wichtig sei zunächst aber die Booster-Impfung, betonte Lauterbach am Donnerstag. Wie lange diese dritte Impfung vor einer schweren Erkrankung schütze, wisse man jedoch noch nicht. Daher könne auch noch nicht gesagt werden, wann die vierte Impfung nötig werde. Auch ob man sich jedes halbe Jahr impfen lassen müsse, könne man noch nicht sagen.

Die Bundesregierung habe jedoch bei Biontech bereits 80 Millionen Impfdosen bestellt, erklärte der Gesundheitsminister. Dabei soll es sich dann um einen angepassten Impfstoff handeln, der einen hohen Schutz gegen die Omikron-Variante biete.

Wie feiert Lauterbach Silvester?

Die zuletzt laut gewordene Kritik, Lauterbach würde sich als Minister nicht mehr kritisch zur Pandemie äußern, wies der Politiker zurück. „Ich bleibe der Mahner der Pandemie“, aber er müsse jetzt auch immer Lösungen anbieten.

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Schärfere Lockdown-Maßnahmen seien nach wie vor nicht ausgeschlossen, aber zum „jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig“. Lauterbach sagte auf Nachfrage, er werde Silvester in „ganz kleiner Runde“ mit „weniger als fünf Leuten“ feiern.

Omikron: Israel plant vierte Impfung für über 60-Jährige

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sollen in Israel Personen über 60 Jahre eine vierte Impfdosis bekommen.

Biontech, Moderna, Astrazeneca: Forschung an Omikron-Impfstoff läuft

Die Hersteller der mRNA-Präparate, zu denen Biontech/Pfizer und Moderna gehören, werben schon lange mit der Möglichkeit, die Impfstoffe schnell an Virusänderungen anpassen zu können. Beide bereiten ihre Mittel bereits seit Monaten auf mögliche Mutationen des Coronavirus vor – unter anderem mit klinischen Untersuchungen. „Diese Studien haben gezeigt, dass Variantenimpfstoffe gleich gut vertragen werden und ähnliche Symptome zeigen wie das Originalvakzin gegen den Wildtyp“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.

Biontech schaffe nach Unternehmensangaben bereits Voraussetzungen, um das Mittel schnell herstellen zu können. Der Produktionsprozess unterscheide sich nicht von dem für das bisherige Mittel, hieß es. Die ersten kommerziellen Chargen eines speziellen Omikron-Impfstoffes seien im März lieferbar – und dann auch schon millionenfach.

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Der US-Hersteller Moderna hat Ende November mit der Anpassung seines mRNA-Impfstoffes speziell für die Omikron-Variante begonnen. „Wir haben multivalente Kandidaten, die schon auf frühere Varianten wie Beta oder Delta optimiert wurden und die bereits in der klinischen Prüfung sind“, sagte Deutschland-Geschäftsführer Gerald Wiegand. Es sei aber noch nicht entschieden, ob und wann Moderna einen omikronspezifischen Booster auf den Markt bringen werde. Wiegand verwies darauf, dass eine Booster-Impfung mit dem aktuell zugelassenen Präparat von Moderna den Antikörperspiegel gegen Omikron – je nach Höhe der Dosis – um das bis zu 83-Fache steigern könne. „Das ist ein scharfes Schwert. Ob das aber schon ausreicht, um Omikron zu bekämpfen, kann man derzeit noch nicht sagen.“

mit dpa

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