Lauterbach: „Es kann sein, dass wir im Herbst Schwierigkeiten bekommen“

  • SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hält das Auftauchen einer neuen Virusmutation im Herbst für möglich.
  • Es sei „unerlässlich“, sich darauf vorzubereiten, sagte Lauterbach dem RND.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte an, eine Strategie zur Vermeidung einer vierten Welle entwickeln zu wollen.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine vierte Welle der Corona-Pandemie im nächsten Herbst für möglich. „Es kann sein, dass wir im Herbst noch Schwierigkeiten bekommen“, sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es könne sein, dass es im Herbst eine Virusmutation gebe, „die wir bisher noch nicht kennen“, sagte Lauterbach. „Wir müssen uns auf Booster-Impfungen im Herbst vorbereiten“, forderte Lauterbach und betonte, dass neben Auffrischungsimpfungen auch die Impfung der breiten Bevölkerung mit einem modifizierten Stoff notwendig sein könne, der dann gegen eine mögliche neue Mutation wirke. „Es ist unerlässlich, dass wir uns darauf vorbereiten“, erklärte Lauterbach.

Video
Corona-Pandemie: RKI senkt Gefahrenlage von „sehr hoch“ auf „hoch“ ab
0:53 min
Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag in Berlin mit. Am 11. Dezember war sie nach oben gestuft worden.  © dpa

Ähnlich hatte sich zuvor Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert. In diesem Jahr wolle er schon früher Risiken besprechen und Strategien zur Vermeidung einer vierten Welle durchgehen.

Anzeige

Spahn spricht mit Experten

Die Gespräche habe ich schon mit Experten und dem Robert Koch-Institut begonnen“, sagte Spahn am Mittwoch im „ZDF-Morgenmagazin“. Die Sensibilität dafür habe auch damit zu tun, dass sich die Lage im vergangenen Jahr nach einem Sommer mit niedrigen Inzidenzen im September und Oktober schlagartig verschlechtert habe.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Lauterbach sprach sich zudem dafür aus, Impfstoff für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Jugendliche zu reservieren sowie in ärmeren Stadtteilen bevorzugt zu impfen.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen