Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Nach aufgedeckten Entführungsplänen

Lauterbach zu Bedrohungen: „Ich habe große Sorgen um meine Kinder“

Seine Entführung wurde geplant: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) war laut Polizei in akuter Gefahr.

Seine Entführung wurde geplant: Bundes­gesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) war laut Polizei in akuter Gefahr.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sorgt sich angesichts der Bedrohungslage gegen ihn vor allem um seine Kinder. „Ich bin selber kein ängstlicher Mensch. Ich habe aber große Sorgen um meine Kinder. Und es tut mir natürlich weh, dass meine Kinder Angst um mich haben. Es ist nicht richtig, wenn Kinder lesen müssen, dass Radikale ihren Vater entführen wollten“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Mitglieder einer bundesweiten Telegram-Chat­gruppe aus sogenannten Reichsbürgern und Gegnern der Corona-Politik Spreng­stoff­anschläge und die Entführung Lauterbachs geplant hatten. Bei bundesweiten Durchsuchungen wurden zuvor vier Beschuldigte festgenommen. Bundes­innen­ministerin Faeser sprach von einer „schwerwiegenden terroristischen Bedrohung“.

Jede Gewalt- und Mord­an­drohung bringe er zur Anzeige, sagte Lauterbach der Zeitung. „Alleine in Köln gibt es aktuell 98 eingeleitete und laufende Ermittlungs­verfahren, in 65 Fällen wurde die Identität der Täter ermittelt“, so der Minister. „Ich mache das so konsequent, weil ein Impfgegner, der mir Gewalt androht, wahrscheinlich auch seinen Bürgermeister oder Stadtrat bedroht.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Innenministerin Nancy Faeser sagte der „Bild am Sonntag“, die Entführungspläne gegen Lauterbach, die Vorbereitung von Anschlägen und die gewaltsamen Umsturz­fantasien zeigten eine neue Qualität der Bedrohung. Der Anstieg von Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger zeige eine Verrohung und eine Verachtung von Staat und Demokratie, die konsequentes Handeln erfordere. „Wir sind äußerst wachsam. Und wir lassen uns nicht einschüchtern.“

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen