„Unstimmigkeiten haben noch nie geholfen“: Laschet wirbt für Einigkeit in der Union

  • Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) kämpfen um die Kanzlerkandidatur für die Union.
  • Vor einem gemeinsamen Auftreten in der Unionsfraktion hat Laschet die Schwesterparteien zu Einigkeit aufgerufen.
  • Außerdem fordert er eine schnelle Entscheidung in der Kanzlerfrage.
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Berlin. CDU-Chef Armin Laschet hat im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder zur Einigkeit der Unionsparteien aufgerufen. „Es ist wichtig, dass CDU und CSU gemeinsam und geeint als Union in die Wahl gehen“, sagte er am Dienstag vor einem gemeinsamen Auftritt mit Söder in der Unionsfraktion im Bundestag am Nachmittag.

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Nach dem deutlichen Votum: Laschet für schnelle Klärung der Kanzlerkandidatur
2:01 min
Nach großer Unterstützung innerhalb der CDU sprach sich Armin Laschet sprach sich für eine sehr schnelle Klärung der Kanzlerkandidatur aus.  © Reuters

„Unstimmigkeiten zwischen CDU und CSU haben uns noch nie geholfen.“ Zugleich betonte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident: „Wer als Kanzlerkandidat der Union in die Bundestagswahl geht, sollte zügig geklärt werden.“

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„Das wichtiste Thema ist die Corona-Pandemie“

Die Menschen in Deutschland erwarteten zu Recht, „dass die Union unser Land gut durch die Krise führt“, sagte Laschet. Das wichtigste Thema sei die Bekämpfung der Corona-Pandemie, um die steigenden Zahlen der Infektionen schnell zu stoppen. Er fügte an: „Die Bundestagswahl wird auch darüber entscheiden, wie sich Deutschland für die Zukunft aufstellt.“

Mit Spannung wird erwartet, wie in der Fraktion das Stimmungsbild in der K-Frage ausfällt. Söder setzt darauf, dass dort der Rückhalt für Laschet nicht so einhellig ist wie am Montag in den CDU-Parteigremien. Bayerns Ministerpräsident will so das Meinungsbild noch zu seinen Gunsten drehen.

Die Unionsfraktion will auch über die Bekämpfung der dritten Welle der Corona-Pandemie beraten. Dabei dürfte auch Unmut über die von der Bundesregierung vorgelegte Formulierungshilfe für ein verschärftes Infektionsschutzgesetz laut werden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt damit bundeseinheitlichere Regeln bei den Maßnahmen gegen Corona an.

RND/dpa

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