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  • Kanarische Inseln: Bürgermeisterin will, dass Migranten aus Hotels umgesiedelt werden - Angst um touristischen Ruf der Kanaren

Bürgermeisterin auf Kanaren: Hotels mit Migranten räumen

  • Auf den Kanaren sind diesen Monat schon mehr Bootsmigranten angekommen als im gesamten Vorjahr.
  • Die Bürgermeisterin einer Stadt will, dass die spanische Regierung die Migranten aus den Hotels umsiedelt.
  • Sie fürchtet, dass ihre Unterbringung dem Ruf der Kanarischen Inseln als Tourismus-Ziel schadet.
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Kanaren. Die Bürgermeisterin einer Stadt auf den Kanaren hat die spanische Regierung zur Räumung von Hotels mit Flüchtlingen und Migranten aufgefordert.

Die zehn Hotels in ihrer Gegend, in denen sich 3471 Migranten befänden, sollten bis Ende Dezember geräumt werden, sagte die Bürgermeisterin von Mogán auf der Insel Gran Canaria, Onalia Bueno, am Donnerstag. Sie forderte die Regierung auf, die Asylsuchenden in staatliche Einrichtungen umzusiedeln.

In diesem Jahr haben mehr als 20 000 Westafrikaner und Marokkaner die Kanarischen Inseln per Boot erreicht oder sind im Meer gerettet worden. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es 1500.

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Drohte Hotels mit Bußgeldern

„Die Solidarität von Mogán hat ein Verfallsdatum 31. Dezember“, sagte Bueno. Die Politikerin fürchtet, dass es dem Ruf der Kanarischen Inseln als Touristenziel schaden könnte, wenn Migranten vorübergehend in Ferienanlagen untergebracht würden.

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Im Holzboot über den Atlantik: Neues Flüchtlingselend auf den Kanaren
1:05 min
Nach den jüngsten Flüchtlingsströmen sind die Sammelunterkünfte auf den Kanarischen Inseln völlig überfüllt.  © Reuters

Sie drohte Hotels, ein Bußgeld von bis zu 300 000 Euro zu verhängen, wenn sie im nächsten Jahr weiter Zimmer an die Regierung vermieteten. „Wir können nicht weiterhin zulassen, dass Gran Canaria wegen der Untätigkeit und des Mangels an Koordinierung dieser Regierung ein Gefängnis wird, ein Lampedusa oder ein Lesbos“, sagte Bueno.

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Spanien will Migranten nicht aufs Festland holen

Die spanische Migrationsbeauftragte Hana Jalloul wies das Ultimatum zurück. Die Hotels seien angesichts des Rückgangs beim Tourismus wegen der Coronavirus-Pandemie eine angemessene Übergangslösung. „Wenn ich diese Migranten jetzt auf den Straßen zurücklassen würde, müsste das Sozialamt die Verantwortung für sie übernehmen“, sagte Jalloul. „Glauben Sie, dass die Bürgermeisterin die Ressourcen hat, um 3400 Migranten unterzubringen?“

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Die spanische Regierung will nicht, dass Migranten zum spanischen Festland aufbrechen. Sie befürchtet, dass das weitere Migranten dazu animieren würde, nach Europa zu fahren. Tausende Migranten leben bis zu ihrer Umsiedlung in Zelten im Hafen von Arguineguín, wo sie unhygienische Lebensbedingungen haben.

RND/AP

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