Kampf um CDU-Vorsitz: Parteibasis hat einen klaren Favoriten

  • Die CDU-Mitglieder haben einen klaren Favoriten für den neuen Parteivorsitz.
  • Im Auftrag von RTL und n-tv hat das Meinungsforschungsinstitut die Meinung von 1007 Christdemokraten eingeholt.
  • Als Kanzlerkandidaten für die kommende Bundestagswahl wünschen sich die Parteimitglieder allerdings weder Merz noch Laschet oder Röttgen.
Rebecca Lessmann
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Berlin. Im Rennen um den CDU-Vorsitz hat die Basis einen klaren Favoriten: Friedrich Merz liegt in der Gunst der Parteimitglieder mit deutlichem Abstand vor seinen Konkurrenten Armin Laschet und Norbert Röttgen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1007 Mitgliedern der CDU durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa hervor. Könnten die Parteimitglieder selber wählen, käme der frühere CDU/CSU-Fraktionschef Merz demnach auf 45 Prozent der Stimmen. 24 Prozent sprechen sich für den NRW-Ministerpräsidenten Laschet aus, 13 Prozent für den Außenpolitiker Röttgen.

In Sachen Integrationskraft halten dagegen mit 38 Prozent die meisten Parteimitglieder Laschet für den richtigen Mann, um die verschiedenen Flügel der CDU zusammenzuhalten. Merz trauen 31 Prozent der Mitglieder diese Aufgabe zu. Innerhalb der unterschiedlichen Parteiflügel steht Merz vor allem bei den Christdemokraten in Ostdeutschland (54 Prozent) sowie bei nach eigener Angabe eher rechts orientierten Parteianhängern (59 Prozent) am höchsten im Kurs. Favorit der nordrhein-westfälischen CDU ist mit 39 Prozent der Aachener Laschet. Den größten Zuspruch erhält der NRW-Ministerpräsident auch unter den nach Selbstauskunft linken Christdemokraten (44 Prozent).

Geht es um die K-Frage wünschen sich die CDU-Mitglieder allerdings keinen der drei Kandidaten. Die Mehrheit der Basis (53 Prozent) rechnet sich mit einem Kanzlerkandidaten Markus Söder die größten Chancen aus, bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr ein gutes Ergebnis zu erzielen.

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Ein ähnliches Bild zeichnete sich bei den Onlinebuchmachern ab, die seit dem 15. Oktober allerdings keine Politwetten mehr anbieten dürfen. Beim Branchenriesen Bwin lag Ende September zuletzt Laschet knapp vor Merz. Die Kanzlerfrage dagegen beantworteten auch die Buchmacher einstimmig mit Söder.


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