Kampf gegen die Taliban: Regierung beschließt Ausgangssperre

  • Seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan sind die militant-islamistischen Taliban in dem Land auf dem Vormarsch.
  • Nun hat die Regierung in 31 der 34 Provinzen des Landes eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.
  • Mit dem Schritt sollen nächtliche Terroranschläge vermieden werden.
Anzeige
Anzeige

Kabul. Angesichts des Vorrückens der militant-islamistischen Taliban will die Regierung Afghanistans in 31 der 34 Provinzen des Landes eine nächtliche Ausgangssperre verhängen. Diese werde nach einem Beschluss von Präsident Aschraf Ghani von 22.00 bis 04.00 Uhr Ortszeit gelten, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag mit. Nur drei Provinzen, darunter Kabul mit der gleichnamigen Hauptstadt, seien ausgenommen.

Mit dem Schritt sollten ein Eindringen von Taliban-Kämpfern in größere Städte und nächtliche Terroranschläge vermieden werden, hieß es weiter. Wann genau die Maßnahme in Kraft treten soll, stand zunächst nicht fest.

Taliban kontrolliert über die Hälfte aller Bezirke

Anzeige

Die Taliban haben seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen Anfang Mai mehrere Offensiven gestartet und dabei große Gebietsgewinne erzielt. Mittlerweile kontrollieren sie knapp über die Hälfte aller Bezirke des Landes.

Anzeige

Laut US-Präsident Joe Biden endet der US-Einsatz in Afghanistan Ende August. Friedensgespräche zwischen den Islamisten und der Regierung in Kabul laufen seit September des Vorjahres, allerdings treten diese auf der Stelle.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen