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Kampf gegen Corona-Mutationen: Von der Leyen will rasch angepasste Impfstoffe

  • Im Kampf gegen die mutierten Varianten des Coronavirus setzt die EU-Kommission auf einen Aktionsplan.
  • Sie will möglichst schnell Impfstoffe, die an die mutierten Viren angepasst sind.
  • Kosten lassen will sich die EU-Kommission das mindestens 225 Millionen Euro.
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Brüssel. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Aktionsplan im Kampf gegen die gefürchteten Varianten des Coronavirus vorgelegt.

Ziel ist, rasch angepasste Impfstoffe gegen die mutierten Viren in großen Mengen zur Verfügung zu haben. „Neue Varianten des Virus entwickeln sich schnell, aber wir müssen in unserer Reaktion noch schneller sein“, erklärte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel.

Der Plan namens “Hera Incubator” setzt an drei Stellen an: Entdeckung der mutierten Viren, schnelle Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen und Ausbau der Impfstoffproduktion in der EU.

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Corona: Johnson & Johnson beantragt Zulassung für Impfstoff
1:08 min
Ein weiterer Impfstoff gegen Corona könnte in Europa auf den Markt kommen.  © dpa

Um die mutierten Corona-Viren gezielter aufzuspüren, schlägt die Kommission die Entwicklung spezialisierter Tests und die verstärkte Nutzung der sogenannte Genom-Sequenzierung vor.

Dafür sollen 75 Millionen Euro EU-Gelder bereit stehen, zur Erforschung der Virusvarianten noch einmal 150 Millionen Euro. Ein Netzwerk aus 16 EU-Staaten und fünf weiteren Ländern namens „Vaccelerate“ soll klinische Tests beschleunigen, auch bei Kindern und Jugendlichen.

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Gemeinsame Notfallzulassung auf EU-Ebene im Gespräch

Der zweite Punkt ist die rasche Zulassung von Impfstoffen, die an die Virusmutationen angepasst wurden. Dazu sollen die Regeln vereinfacht werden. Zudem sollen Genehmigungsverfahren für neue oder umgewidmete Impfstofffabriken beschleunigt werden.

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Die Kommission bringt darüber hinaus eine gemeinsame Notfallzulassung auf EU-Ebene ins Gespräch, bei der die EU-Staaten das Haftungsrisiko gemeinsam tragen würden. Bisher gibt es Notfallzulassungen in der EU nur auf Ebene der Mitgliedsstaaten und auf eigenes Risiko. Die USA und Großbritannien hatten nach Notfallzulassungen ihre Impfkampagnen mehrere Wochen früher gestartet als die EU.

Impfstoffverträge für 33 Milliarden Euro

Dritter Schwerpunkt des Aktionsplans ist der rasche Ausbau der Impfstoffproduktion in der EU. Künftige Lieferverträge sollen einen detaillierten Lieferfahrplan enthalten sowie den Nachweis an verlässlichen Produktionskapazitäten.

Die EU-Verträge mit den Herstellern von Corona-Impfstoffen haben laut von der Leyen insgesamt ein Volumen von 33 Milliarden Euro. Darin enthalten sind nach ihren Angaben etwa 3 Milliarden Euro Vorauszahlungen zum Ausbau der Produktion sowie rund eine Milliarde an Forschungsgeldern. Der Rest ist das Volumen der eigentlichen Impfdosen, die von den EU-Staaten angekauft werden. Kritiker hatten der Kommission immer wieder vorgehalten, zu wenig in die Impfstoffversorgung investiert zu haben.

Die Kommission will helfen, mögliche Lieferengpässe unter anderem bei Rohstoffen zu entdecken und zu beheben. Zur Debatte stellt die Kommission einen „freiwilligten Lizensierungsmechanismus“ zum Technologietransfer.

RND/dpa

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