Kabinett: Menschen in Weiterbildung bekommen mehr Geld

  • Wer sich zum Meister oder Fachwirt weiterbilden lässt oder auch in sozialen Berufen beispielsweise eine Fortbildung zum Erzieher macht, bekommt künftig höhere Zuschüsse für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.
  • Eine Reform des Bundeskabinetts sieht außerdem vor, dass das Aufstiegs-Bafög künftig für bis zu drei Fortbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden kann.
  • Bis die Neuregelungen in Kraft treten, dauert es jedoch noch.
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Berlin. Wer nebenberuflich eine Weiterbildung absolviert, soll ab dem nächsten Jahr vom Staat stärker finanziell unterstützt werden. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Reform des sogenannten Aufstiegs-Bafögs - das frühere Meister-Bafög - beschlossen. Für Menschen, die sich zum Meister oder Fachwirt weiterbilden oder auch in sozialen Berufen beispielsweise eine Fortbildung zum Erzieher machen, gibt es künftig höhere Zuschüsse für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.

Wer eine Weiterbildung in Vollzeit macht und über wenig Einkommen und Vermögen verfügt, bekommt zudem deutlich mehr Geld vom Staat für die Lebenshaltungskosten. Die Reform sieht außerdem vor, dass das Aufstiegs-Bafög künftig für bis zu drei Fortbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden kann. Bisher ist das beschränkt auf eine Fortbildung.

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Nach dem Kabinettsbeschluss muss der Gesetzentwurf des Bundesbildungsministeriums nun noch durch Bundestag und Bundesrat. Am 1. August 2020 sollen die Neuregelungen in Kraft treten. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) plant mit Mehrkosten von 350 Millionen Euro in der laufenden Legislaturperiode.

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RND/dpa