Kabinett beschließt Programm für mehr Verkehrssicherheit

  • Zwar sind im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, doch die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden und der älteren Menschen steigt an.
  • Diesen negativen Trend will die Bundesregierung stoppen.
  • Das Kabinett hat ein neues Verkehrssicherheitsprogramm beschlossen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Die Bundesregierung will den negativen Trend bei der Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden sowie älterer Menschen stoppen. Das geht aus dem Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung 2021 bis 2030 hervor, das am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde.

Der bisherige Erfolg in der Verkehrssicherheitsarbeit lasse sich daran ablesen, dass die Anzahl der Verkehrstoten auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren sei, heißt es in dem Programm. Es lag der Nachrichtenagentur dpa vor.

An der positiven Unfallentwicklung partizipierten noch nicht alle Verkehrsteilnehmende gleichermaßen, heißt es. „Beispielsweise stagniert die Anzahl der Schwerstverletzten ebenso wie die Unfallentwicklung bei zu Fuß Gehenden und Motorradfahrenden.“ Zudem steige die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden und der älteren Menschen an. „Diesen negativen Trend gilt es zu stoppen.“

Anzeige
Hauptstadt-Radar Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel mit dem 360-Grad-Blick auf die Politik im Superwahljahr. Immer dienstags, donnerstags und samstags.

Radinfrastruktur soll weiter ausgebaut werden

In dem Programm werden viele verschiedene Maßnahmen benannt, die zum Teil bereits auf dem Weg sind. So heißt es, die Radverkehrsinfrastruktur solle weiter ausgebaut werden. Das Verkehrsministerium erarbeitet derzeit eine „Fußverkehrsstrategie“, um die Verkehrssicherheit von Fußgängern zu verbessern.

Bekräftigt wird das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten solle bis 2030 um 40 Prozent verringert und die Zahl der Schwerverletzten signifikant gesenkt werden.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen im vergangenen Jahr 2719 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, das waren 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Unfallgeschehen sei aber stark durch den Rückgang des Verkehrs infolge der Corona-Pandemie geprägt gewesen.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen