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Juso-Chef und Parteivize Kühnert: SPD braucht Kanzlerkandidaten

  • Nach der Diskussion in der SPD-Parteispitze darum, ob man einen Kanzlerkandidaten aufstellen sollte, hat sich nun auch Juso-Chef Kevin Kühnert geäußert.
  • Da CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer selbst in den eigenen Reihen nicht ernst genommen werde, könne die SPD ihr ruhig etwas entgegensetzen.
  • Er hält es für „höchst realistisch“, dass es für die Sozialdemokraten in den Umfragen bald wieder aufwärtsgeht.
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Berlin. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende und Juso-Chef Kevin Kühnert hat sich dafür ausgesprochen, dass seine Partei bei der nächsten Bundestagswahl einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellt. „Die politische Landschaft ist volatil, Sprünge nach oben und unten sind jederzeit möglich“, sagte Kühnert dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Annegret Kramp-Karrenbauer wird selbst in den eigenen Reihen nicht ernst genommen. Dem kann man als SPD etwas entgegensetzen“, so Kühnert weiter.

Bevor die SPD einen Kanzlerkandidaten nominiere, müsse sie eine politische Stärke haben, die das rechtfertige, betonte Kühnert. „Bei 13 oder 14 Prozent ist die Schwelle sicher nicht erreicht. Es sollte schon in Richtung 20 Prozent gehen, wenn man ernst genommen werden will. Ich halte das für höchst realistisch.“

Auf die Frage, ob er selbst wie einst Gerhard Schröder bereits am Zaun des Kanzleramtes gerüttelt habe, sagte Kühnert: „Nein. Ich glaube, da bewegt sich auch nichts.“ Die Spekulation, dass Finanzminister Olaf Scholz trotz seiner Niederlage beim Mitgliederentscheid um den SPD-Vorsitz noch Kanzlerkandidat werden könne, kommentierte Kühnert mit den Worten: „Feiertage sind ja dazu da, die Fantasie anzuregen. Das will ich Ihnen nicht nehmen.“

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