CDU

Junge Union will Transrapid als Flugalternative wiederbeleben

Die Zahl der Inlandsflüge von Politikern und Regierungsbeamten sorgt für Diskussionen. Junge-Union-Chef Tilman Kuban bringt eine Alternative ins Spiel – ein Projekt aus der Vergangenheit.

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Berlin. In der Debatte um klimaschädliche Inlandsflüge von Politikern und Ministerialbeamten hat die Junge Union einen neuen Anlauf für eine Transrapid-Strecke in Deutschland empfohlen. Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban (CDU), sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): "Wir müssen auch wieder bereit sein, in Deutschland über große Verkehrsinfrastruktur-Projekte zu sprechen. Dazu könnte eine Hightech-Transrapid-Strecke von Köln nach Berlin oder von Hamburg nach München gehören." Ein Hochgeschwindigkeitszug könne eine sinnvolle Alternative zum Flugzeug sein. "Ein paar mehr ICE-Sprinter reichen nicht aus und werden auf der heutigen Bahninfrastruktur auch nicht möglich sein."

Andere Alternativen für Flugreisen zwischen den Dienstsitzen der Bundesregierung seien zudem mehr Telefonkonferenzen, Videotelefonie oder digitaler Datenaustausch.

Grundsätzlich verteidigte Kuban die Verteilung der Dienstsitze zwischen Bonn und Berlin: "Das Bonn-Berlin-Gesetz ist Tradition und einer der Gründe, warum Berlin Hauptstadt werden konnte. Es gibt ja auch andere Bundesämter in der Fläche, die wir genau dort haben wollen. Wir sollten froh sein, keinen zentralistischen Staat zu haben."

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In Deutschland waren seit Ende der 80er Jahre mehrere Strecken für die Magnetschwebe-Hochgeschwindigkeitsbahn geplant worden, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, zwischen Hamburg und Berlin, sowie zwischen München und dem Münchner Flughafen. Unter anderem wegen Finanzierungsfragen und Widerstand in der Bevölkerung gegen den Bau wurden die Strecken nicht realisiert.

In China verbindet ein Transrapid die Stadt Shanghai mit ihrem 30 Kilometer entfernten Flughafen.

Von Daniela Vates/RND