Junge Union sieht wenig Möglichkeiten bei Mütterrente

  • Die CSU fordert, dass die sogenannte Mütterrente, also die Anerkennung der Erziehungsleistung bei der Rente, aufgestockt wird.
  • Die Junge Union sieht das Anliegen hingegen kritisch - wegen der hohen Kosten für junge Menschen.
  • Ihr Vorsitzender Tilman Kuban sieht „wenig Möglichkeiten“.
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Osnabrück. Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, sieht wegen der hohen Kosten für junge Menschen kaum Chancen für die Forderung der CSU nach einer Ausweitung der Mütterrente. Die junge Generation sei bereits der große Verlierer der Pandemie, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

„Trotzdem waren wir solidarisch, sind für die Älteren einkaufen gegangen und haben uns beim Impfen richtigerweise hinten angestellt.“ Solidarität sei aber keine Einbahnstraße. „Daher sehe ich gerade auch in Anbetracht der großen Belastung durch den Renteneintritt der Babyboomer in den nächsten Jahren hier wenig Möglichkeiten.“

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Aufstockung würde jährlich 4,1 Milliarden kosten

Bislang bekommen Mütter oder Väter, die vor 1992 geborene Kinder erzogen haben, in der Regel nur 2,5 Rentenpunkte pro Kind anerkannt. Bei den danach Geborenen sind es 3 Rentenpunkte - dieses Plus entspricht im Osten einem Wert von 15,95 Euro im Monat, im Westen sind es 16,53 Euro. Die CSU strebt hier eine Angleichung an.

Die Forderung findet sich aber im neuen, gemeinsamen Wahlprogramm von CDU und CSU nicht wieder. Die Aufstockung würde jährlich 4,1 Milliarden Euro kosten, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf die Rentenversicherung meldete.

RND/dpa

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