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Juncker: „Fehler, dass ich mich vor Brexit-Referendum nicht eingemischt habe“

  • Eigentlich wollte Großbritannien bereits am 29. März aus der EU austreten, inzwischen ist die Brexit-Frist auf Ende Januar nächsten Jahres verschoben worden.
  • Nun äußert sich der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu dem Chaos rund um den EU-Austritt.
  • Er bedauert, dass er sich nicht vor dem Referendum in die britische Debatte um den Brexit eingemischt hat.
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Brüssel. Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereut, dass er sich vor dem Brexit-Referendum 2016 nicht in die britische Debatte über den Austritt aus der Europäischen Union eingemischt hat. „Das war ein Fehler von mir“, sagte Juncker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Ich habe auf die britische Regierung gehört, die mir sagte, es wäre besser, wenn ich mich nicht in die innenpolitische Debatte einmischen würde“, sagte Juncker. „Vor dem Brexit-Referendum wurden so viele grobe Lügen verbreitet, dass es einer Stimme wie meiner bedurft hätte, um die Lügen mit richtigen Argumenten zu widerlegen.“

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Juncker: Ich werde den Brexit immer bedauern
0:35 min
Jean-Claude Juncker spricht über sein Bedauern und zieht Bilanz zum Brexit.  © Damir Fras/AFP
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Juncker sagte weiter, er glaube nicht, dass der Brexit Nachahmer in Europa finden werde. „Die Zustimmung zur EU wächst in allen Mitgliedsstaaten, sogar in Großbritannien. Der Schock, der auf das Brexit-Referendum folgte, hat also offenbar auch positive Folgen“, sagte Juncker.