• Startseite
  • Politik
  • Julian Assange: Wikileaks-Gründer verliert ecuadorianische Staatsbürgerschaft

Julian Assange verliert ecuadorianische Staatsbürgerschaft

  • 2012 hatte Julian Assange in Ecuadors Botschaft in London Asyl und auch die Staatsbürgerschaft des Landes erhalten.
  • Später kam es aber zu Spannungen zwischen dem Wikileaks-Gründer und der Regierung in Quito, der Asylstatus wurde kassiert.
  • Und nun hat ein Gericht Assange auch die ecuadorianische Staatsbürgerschaft entzogen.
Anzeige
Anzeige

Quito. Ein Gericht hat dem Wikileaks-Gründer Julian Assange die ecuadorianische Staatsbürgerschaft entzogen. Bei der Verleihung der Staatsbürgerschaft an den gebürtigen Australier 2017 seien verwaltungsrechtliche Fehler gemacht worden, berichtete die Zeitung „El Comercio“ am Dienstag unter Berufung auf ein Verwaltungsgericht in der Hauptstadt Quito. Assanges Anwalt Carlos Poveda kündigte an, Rechtsmittel gegen die erstinstanzliche Entscheidung einzulegen.

Assange wartet derzeit im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh auf eine Entscheidung über den Auslieferungsantrag der US-Regierung.

1 von 11
1 von 11
Assange auf einer Pressekonferenz im Oktober 2010. Seit Spätsommer 2010 läuft in Schweden ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen sexueller Vergehen an zwei Schwedinnen. Assange selbst bestreitet die Vorwürfe und spricht von „schmutzigen Tricks“ seiner Gegner. Im Dezember 2010 wird ein internationaler Haftbefehl erlassen.
Anzeige

Die Vereinigten Staaten werfen ihm vor, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und auf der Internet-Plattform Wikileaks veröffentlicht zu haben. Damit sei das Leben von Informanten in vielen Ländern in Gefahr gebracht worden. Im Falle einer Verurteilung in den USA droht ihm eine langjährige Haftstrafe.

Assange war 2012 vor der Auslieferung in Ecuadors Botschaft in London geflüchtet. Dort erhielt er Asyl und 2017 auch die ecuadorianische Staatsbürgerschaft. Die Regierung des südamerikanischen Landes plante damals, Assange einen Diplomatenstatus zu verleihen und ihn so sicher aus der Botschaft bringen zu können.

Später kam es allerdings zu Spannungen zwischen Quito und Assange. Die ecuadorianische Regierung kassierte 2019 den Asylstatus wieder, und Assange wurde wegen des Verstoßes gegen Kautionsauflagen von der britischen Polizei festgesetzt.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen