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Assange-Anhörung wegen möglicher Corona-Infektion unterbrochen

  • Gerade erst wurde der Prozess gegen Julian Assange um eine mögliche Auslieferung in die USA in London fortgesetzt, da müssen die Anhörungen erneut unterbrochen werden.
  • Der Grund: Eine mögliche Corona-Infektion im Umfeld der Anwälte.
  • Bis der Vorfall geklärt ist, soll das Verfahren bis Montag pausieren.
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London. Aus Sorge vor Corona-Infektionen ist die Anhörung des Wikileaks-Gründers Julian Assange vor einem Gericht in London unterbrochen worden. Im Umfeld der Anwälte gebe es möglicherweise eine Infektion, berichteten britische Medien am Donnerstag. “Solange die Situation unsicher ist, sollte die Anhörung vertagt werden, bis das Ergebnis da ist”, sagte die zuständige Richterin. Nach Angaben des Gerichts soll das Verfahren am Montag fortgesetzt werden.

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Assange und seine Unterstützer wehren sich gegen dessen Auslieferung in die USA
1:47 min
Das umstrittene Auslieferungsverfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ging in eine neue Runde und wurde von Protesten begleitet.  © Reuters

Assange-Prozess um Wikileaks-Enthüllungen wegen Corona unterbrochen

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Die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des gebürtigen Australiers läuft nach monatelanger Pause seit dieser Woche wieder. Die US-Justiz wirft dem 49-Jährigen vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 175 Jahre Haft. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt.

Assange war 2012 aus Angst vor einer Auslieferung an die USA in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt. Die britische Polizei verhaftete Assange im April 2019, da er mit der Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte. Er wurde zu einem knappen Jahr Haft verurteilt.

RND/dpa

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