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Joschka Fischer: „Bewegung wie Fridays for Future hätte mich stark angezogen“

  • Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer äußert Sympathien für Fridays for Future.
  • Als junger Mann hätte ihn die Bewegung stark angezogen, ist der Grünen-Politiker überzeugt.
  • Mit Blick auf die Klimakrise seien Pessimisten noch gar nicht pessimistisch genug.
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Hamburg. Der frühere Außenminister und Grünen-Politiker Joschka Fischer glaubt, dass er als junger Mann mit Fridays for Future sympathisiert hätte. „Eine Bewegung wie Fridays for Future hätte mich stark angezogen, ohne jeden Zweifel“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Zum Vorwurf an die Klima-Aktivisten, sie hingen einer Art Ersatzreligion an, sagte er: „Das halte ich für Krampf! Wer ist denn realistischer: die Klima-Aktivisten mit ihrem pessimistischen Erwartungshorizont oder die großen Ignoranten in manchen Chefetagen und Ministerien?“

Bezogen auf die Klimakrise sagte er, die Pessimisten seien noch viel zu wenig pessimistisch. „Es geht alles viel schneller als gedacht.“ Die Welt gehe unter, und man müsse möglichst radikal handeln.

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Gleichzeitig warnte Fischer, der bei den Grünen dem Realo-Flügel zugerechnet wurde: „Ein Radikalismus, der nicht Rücksicht nimmt und nicht gebunden ist an einen Interessenausgleich, wird sehr schnell fragwürdig“, sagte Fischer. Die Interessen der Automobilindustrie und ihrer Mitarbeiter werde man nicht einfach ignorieren können. „Der nächste konsequente Schritt wäre der Gang ins Parlament, mehrheitsfähig zu werden und eine andere Politik durchzusetzen.“

RND/dpa

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