Joko: „Warum legt man nicht einfach mal dieses Land lahm an einem Freitag?“

Fernsehmoderator Joko Winterscheidt hat die Teilnehmenden der Fridays for Future Bewegung gelobt und zu härteren Protestformen aufgerufen – dabei fordert er mehr Engagement von den älteren Generationen.

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Dortmund. Mit einem Streikaufruf "an alle" hat der Entertainer Joko Winterscheidt den jungen Klimaaktivisten von "Fridays for Future" den Rücken gestärkt. "Warum geht nur ihr auf die Straße? Warum sind es nicht die Leute, die am Freitag in einem Büro sitzen", rief er am Donnerstag Hunderten Teilnehmern des ersten großen "Fridays for Future"-Kongresses in Dortmund zu. "Warum legt man nicht einfach mal - steile These - dieses Land lahm an einem Freitag?" Alle zeigten immer begeistert auf das, was die jungen Aktivisten bisher geleistet hätten, "aber viel zu viele bleiben zuhause".

Er sei beeindruckt vom Engagement der Bewegung. „Ihr seid dabei, etwas zu verändern“, sagte Winterscheidt. „Von wegen, die Jugend hätte kein Interesse, ihr seid diejenigen, die alles richtig machen.“

Beim Sommerkongress wird über künftigen Kurs der Bewegung beraten

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Von Mittwoch bis Sonntag werden rund 1500 Schüler und Studenten dem Treffen in Dortmund erwartet. Der erste Kongress dieser Art und Größenordnung soll dem persönlichen Kennenlernen, der besseren Vernetzung und Stärkung der Bewegung dienen. Auch der künftige Kurs wird beraten. Entscheidungen sollen ausdrücklich nicht getroffen werden, hieß es aus dem Organisationsteam.

Bei Podiumsgesprächen und in Arbeitsgruppen befassen sich die Teilnehmer mit ihren Forderungen sowie den Zusammenhängen des Klimawandels, eignen sich aber auch methodisches Rüstzeug auf den Feldern Rhetorik oder Kampagnenarbeit an. Am Freitagvormittag ist eine Kundgebung in der Innenstadt geplant.

Von RND/dpa