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Joe Biden: „Black Lives Matter“-Demonstranten wären „sehr, sehr anders“ behandelt worden

  • Nach dem Sturm des US-Kapitols durch Trump-Anhänger ist auch eine Diskussion über das zurückhaltende Vorgehen der Einsatzkräfte entbrannt.
  • Viele fragen sich, ob Polizei und Sicherheitskräfte bei „Black Lives Matter“-Demonstranten genauso reagiert hätten.
  • Einer davon ist der künftige US-Präsident Joe Biden.
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Wilmington. Der künftige US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris haben nach dem Sturm auf das Kapitol vor einer Ungleichbehandlung von Demonstranten durch Sicherheitskräfte gewarnt. Mit Blick auf gewaltsam aufgelöste Anti-Rassismus-Proteste im vergangenen Jahr sagte Biden am Donnerstag in Wilmington: „Niemand kann mir sagen, dass wenn gestern eine Gruppe von „Black Lives Matter“-Demonstranten protestiert hätte, sie nicht sehr, sehr anders behandelt worden wäre.“ Er machte sich damit die Worte seiner Enkelin Finnegan Biden zu eigen, die er zu zitieren schien. „Wir alle wissen, dass das wahr ist, und das ist es inakzeptabel“, so Biden weiter.

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RND-Videoschalte zu den Unruhen in Washington: „Trump ist nicht mehr steuerbar“
6:44 min
Die Bilder aus Washington waren verstörend. Welche Folgen die Unruhen noch haben könnten, schätzt US-Korrespondent Karl Doemens in der Videoschalte ein.  © RND

Ein Mob aus Hunderten Anhängern von Donald Trump hatte am Mittwoch in einer beispiellosen Gewalteskalation das Kapitol in der US-Hauptstadt Washington gestürmt, nachdem der US-Präsident sie bei einer Großkundgebung angestachelt hatte. Einige Beobachter äußerten die Ansicht, dass die vor allem weißen Protestierenden vergleichsweise sanft von Polizei und Einsatzkräften behandelt worden seien.

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Kamala Harris: Ungleichbehandlung von Demonstranten

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Auch die designierte Vize-Präsidentin Kamala Harris sprach von einer Ungleichbehandlung von Demonstranten: Man habe zwei Systeme gesehen: „Eines, dass Extremisten zur Erstürmung des Kapitols der Vereinigten Staaten führte. Und ein Anderes, das letzten Sommer Tränengas gegen friedliche Demonstranten eingesetzt hat.“ Im Zuge der landesweiten Anti-Rassismus-Proteste vergangenen Sommer wurde ein Platz vor dem Weißen Haus gewaltsam und unter dem Einsatz von Tränengas geräumt, damit Trump mit einer Bibel in der Hand vor einer Kirche posieren konnte.

RND/dpa

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