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Spahn: „Wir sind auf dem Weg raus aus der Pandemie“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Bundespressekonferenz (Archivfoto).

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Bundespressekonferenz (Archivfoto).

Berlin. Erneut hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gemeinsam mit dem Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, und dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, über die aktuell Corona-Lage informiert. „Wir erleben harte Wochen des Lockdowns”, ein Jahr nach Auftauchen des Virus, beginnt Jens Spahn und sagt zugleich, inzwischen gebe es drei Impfstoffe, die Hoffnung machten.

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Er gibt zunächst einen Überblick darüber, wie viele Menschen in Deutschland inzwischen geimpft wurden. Gleichzeitig, so Spahn, würden die Infektionszahlen sinken, wenn auch noch nicht genug. Diese Entwicklungen habe man sich durch Konsequenz und viel Verzicht erarbeitet. Das solle man nun aber nicht verspielen, sagt Spahn und weist auf die Virusmutationen hin.

„Aber wir müssen auch Perspektiven aufzeigen”, so Spahn, man müsse „mit Augenmaß” aus dem Stillstand finden. „Viele Familien mit Kindern sind am Limit, und wir vergessen sie nicht”, sagt der Minister und wiederholt, dass es zuerst Öffnungen bei Kitas und Schulen geben wird, sollten Lockerungen kommen.

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Die Jahrhundert-Pandemie bleibe eine Zumutung und ein Stresstest, betont der CDU-Politiker. „Und ja, auch ich bin diese Pandemie leid.“ Aber: „Wir sind auf dem Weg raus aus der Pandemie. Wir gehen diesen Weg geschlossen und vorsichtig.”

RKI-Chef Wieler sagte im Anschluss, dem Institut machten vor allem die Corona-Mutationen Sorgen. Drei Varianten seien in Deutschland bereits nachgewiesen worden. Die britische Variante sei von diesen drei Mutationen die am meisten in Deutschland verbreitete – in 13 Bundesländern gebe es sie schon. Und es gebe Hinweise darauf, dass diese auch für schwerere Verläufe verantwortlich sei.

Noch seien sie nicht die dominierenden, so Wieler. Aber man müsse damit rechnen, dass die Pandemiebekämpfung durch die Mutationen erschwert werde. „Wir müssen verhindern, dass neue Varianten entstehen”, sagt der RKI-Chef.

„Jede Impfung ist ein Schritt in die richtige Richtung”, sagt er. „Aber das Virus ist noch nicht müde.” Daher appelliert er noch einmal, die Corona-Regeln einzuhalten. „Geben wir Covid-19 keine Chance.”

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 12.908 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 855 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 14.022 Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

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RKI-Präsident: Corona-Lage noch lange nicht unter Kontrolle

Die Pandemie ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) trotz sinkender Infektionszahlen weiter nicht beherrscht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Freitagmorgen bei 79,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tage-Inzidenzen.

Bund und Länder schalten sich am nächsten Mittwoch erneut zu einer Ministerpräsidentenkonferenz zusammen, um die aktuelle Corona-Lage zu beraten. Hoffnungen auf eine Lockerung des Lockdowns haben Kanzlerin Angela Merkel und auch Spahn bereits gedämpft.

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