Jens Spahn: „Wir werden noch Beschränkungen brauchen“

  • Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußert sich in einem Interview zum Corona-Lockdown.
  • Er hält es für nicht möglich, die Einschränkungen und Beschränkungen zu lockern.
  • Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert jüngst die Bevölkerung auf, sich weiter an die Maßnahmen zu halten.
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Der Corona-Lockdown in Deutschland geht offiziell bis Ende Januar. Doch der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit einer Verlängerung der Maßnahmen. In einem Interview mit „Deutschlandfunk“ sagte er, dass es „am 1. Februar (...) jedenfalls nicht möglich sein wird, alle Einschränkungen, Beschränkungen wieder zu lockern“. Dafür sei dieses Virus noch zu präsent und das Gesundheitssystem noch zu belastet.

Darüber hinaus sprach er die hohen Corona-Todeszahlen an: „Wir haben über tausend Todesfälle am Tag zu beklagen, zu oft Tag für Tag. Und das alles zeigt, wir werden noch Beschränkungen brauchen. In welchem Umfang und wie lange, das werden wir immer wieder mit den Ministerpräsidenten, mit den Bundesländern uns anschauen müssen.“

Spahn: „Licht am Ende des Tunnels“

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Spahn appellierte auch an die Menschen, die Maßnahmen einzuhalten: „Ich weiß, dass das hart ist, und ich weiß, dass nach all den Monaten – wir haben bald ein Jahr dieses Virus auf der Welt und dann auch in Deutschland – viele sagen, wie lange denn noch. Ich kann nur sagen, Licht ist am Ende des Tunnels. Wir haben das Impfen begonnen.“

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Spahn - Impfangebot für alle bis zum Sommer
1:07 min
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte am Mittwoch im Bundestag die Impfpolitik der EU.  © Reuters
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Merkel warnt vor neuer Corona-Variante

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte jüngst vor der neuen Corona-Variante aus Großbritannien. Sie rief dazu auf, alles zur Eindämmung der Variante des Virus zu tun: Es könne in sehr kurzer Zeit „die Führerschaft gegenüber dem alten Virus“ übernehmen, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben mehrerer Sitzungsteilnehmer in der ersten Onlinesitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause. Man müsse mit einer ganz anderen Aggressivität dieses Virustyps rechnen. Das Auftreten der Mutation sei sehr beunruhigend.

Deutschland müsse unter eine Inzidenz von 50 – also 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche – kommen, um die Verbreitung des mutierten Virus nachweisen zu können, sagte Merkel. Ansonsten könne man sehr schnell in eine sehr unkontrollierbare Entwicklung kommen. Deshalb seien Kontaktbeschränkungen wie Homeoffice, die Vermeidung von privaten Kontakten oder im Schulbereich von großer Bedeutung.

RND/am/dpa

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