Spahn rechnet mit ersten Corona-Impfungen im nächsten halben Jahr

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Corona-Impfungen in Deutschland im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können.
  • Das sagte der CDU-Politiker am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts.
  • Zunächst sollen Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet innerhalb des nächsten halben Jahres mit ersten Corona-Impfungen in Deutschland. “Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute, 12.10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können”, sagte Spahn am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. “Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben”.

Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatten bereits im September die Prognose abgegeben, dass Impfstoffe für erste Bevölkerungsgruppen in den ersten Monaten des nächsten Jahres, für die breite Masse der Bevölkerung allerdings vermutlich erst Mitte kommenden Jahres bereitstehen werden.

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Spahn besucht Abfüllanlage für Corona-Impfstoff
1:37 min
Am deutschen Sitz des französischen Konzerns Sanofi war Spahn dabei, als eine Corona-Impfstoff-Abfüllanlage vorgestellt wurde.  © Reuters
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Zunächst sollen Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen. Spahn betonte am Montag erneut, dass es sich bei Impfungen gegen Corona um freiwillige Impfungen handeln werde.

Außerdem forderte Spahn fordert ein einheitliches Vorgehen beim Streitthema Beherbergungsverbot. “Wenn es um Mobilität geht und keine einheitlichen Regeln da sind, dann (...) untergräbt das Akzeptanz”, sagte er. Deswegen sei es wichtig, dass man am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten auf eine einheitliche Linie und Herangehensweise komme. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs wollen dann erneut bei einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

“Wichtig, dass wir da einheitlich vorgehen”

Der Gesundheitsminister wies zudem daraufhin, dass die Regel mit dem Beherbergungsverbot in vielen Bundesländern schon sei Juli gelte. Es sei zuvor nur keiner nennenswert über den Wert von 50 gekommen, jetzt aber schon. 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist der Schwellenwert für verschärfte Corona-Maßnahmen, auf den sich die Länder vor mehreren Monaten verständigt hatten. “Ich finde es sehr wichtig, dass wir da einheitlich vorgehen”, sagte Spahn.

Die meisten Bundesländer hatten am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen bei Reisen innerhalb von Deutschland nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

RND/dpa

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