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„Lieber zu viel als zu wenig“: Spahn kündigt Konzept für Impfzentren an

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat versprochen, dass der Bund die Weiterentwicklung der Impfzentren finanziell unterstützen wird.
  • Dazu solle in den nächsten Wochen ein Konzept vorgestellt werden, so Spahn.
  • Zuvor hatte sich Spahn mit den Gesundheitsministern der Länder beraten.
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München. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat ein baldiges Konzept für die Zukunft der Impfzentren angekündigt. In den nächsten zwei, drei Wochen solle eine Strategie erarbeitet werden, die der Bund dann auch finanziell unterstützen werde, sagte Spahn nach einer Gesundheitsministerkonferenz in München.

Impfzentren seien neben den Hausarztpraxen das „Rückgrat unserer Impfkampagne“, so Spahn. Es sei aber wichtig, eine Balance zu finden. Man müsse „vorbereitet sein für alles, was kommen kann“. Gleichzeitig müsse aber vermieden werden, dass Einrichtungen und Strukturen ungenutzt bleiben.

Spahn sagte, die Gesundheitsminister hätten auf jeden Fall den Kapazitätsbedarf für Auffrischungs-Impfungen im Blick. Man wisse allerdings noch nicht, wann diese erfolgen sollen oder müssen. Dabei sei man noch auf Informationen aus der Forschung angewiesen.

Mobile Impfteams sollen für Auffrischungs-Impfungen machen

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Die Minister würden in den nächsten Wochen darüber beraten, wie man ein Bereitschaftskonzept finden könne. Es solle Mindestbetriebe geben, die dann aufgestockt werden können. Dies betreffe beispielsweise auch mobile Impfteams, die für künftige Auffrischungs-Impfungen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen wieder nötig sein würden, sagte der CDU-Politiker weiter.

Zu der Planung und Zurückhaltung von Impfstoffen für den Herbst sagte Spahn, seine Strategie sei „im Zweifel lieber etwas zu viel als zu wenig, weil zu viel eben auch Sicherheit gibt“.

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Breit angelegte Tests für die Sommerurlaubszeit

Trotz sinkender Corona-Zahlen setzen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern außerdem auf eine weitere Absicherung über breit angelegte Tests - auch mit Blick auf die Sommerurlaubszeit. Vorgaben für Reiserückkehrer aus dem Ausland sollen dafür bis mindestens Mitte September verlängert werden, so Gesundheitsminister Spahn.

Nach Angaben des bayerischen Ressorts als Vorsitzland soll an der generellen Testpflicht für Flugreisende vor dem Abflug festgehalten werden. Die Quarantäneregeln für Rückkehrer aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten mit hohen Infektionszahlen sowie aus Gebieten mit neuen Virusvarianten sollen bestehen bleiben. Im Straßen- und Bahnverkehr an den Grenzen soll es verstärkt Kontrollen geben.

Die Länder wollen zudem flächendeckende Schnelltests zwei Mal pro Woche in Schulen und Kitas aufrechterhalten. Bund und Länder wollen über den Sommer ein Konzept erarbeiten, um kostenlose Bürgertests gegebenenfalls auch im Herbst und Winter fortzusetzen. Firmen sollen verpflichtet werden, in Präsenz arbeitenden Mitarbeitern weiterhin zunächst bis Ende September regelmäßig ein Testangebot zu machen.

Kommission für Pandemie-Folgen für Kinder und Jugendliche

Besonders in den Blick genommen werden sollen langfristige Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche. Ersten Studien zufolge fühlten sich viele psychisch belastet, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). „Kinder dürfen nicht durch Lockdown und Schutzmaßnahmen zu Corona-Verlierern werden.“

Die Ministerkonferenz bittet daher den Bundestag, eine Kommission dazu einzurichten. Ziel ist demnach unter anderem ein Bericht zu Spät- und Langzeitfolgen der Corona-Schutzmaßnahmen sowie von Covid-19-Erkrankungen bei Kindern.

Die Minister sprachen sich zudem dafür aus, in den nächsten Wochen ein Konzept zur Zukunft der Impfzentren zu erarbeiten. Deren Finanzierung durch den Bund ist vorerst bis 30. September gesichert.

RND/dpa/vk

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