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Spahn betont: Impfangebot für Kinder und Jugendliche ohne Druck

  • Das flächendeckende Impfangebot für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren ist beschlossene Sache.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn will damit allerdings keinen Druck ausüben.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) will auch weiter keine Empfehlung zu Impfungen in dieser Altersgruppe abgegeben.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Freiwilligkeit des Corona-Impfangebots für Kinder und Jugendliche hervorgehoben. „Es geht ausdrücklich nicht darum, Druck zu machen“, sagte Spahn am Dienstag im Inforadio des RBB. Wer jedoch geimpft werden wolle, solle die Möglichkeit dazu bekommen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montag ein flächendeckendes Angebot von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren beschlossen, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut (RKI) bislang keine generelle Empfehlung zu Impfungen in dieser Altersgruppe abgegeben hat. Spahn sieht indes keinen Widerspruch zwischen der Entscheidung und der wissenschaftlichen Empfehlung.

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Bundesgesundheitsministerium plant Impfangebote für Jugendliche
1:26 min
Obwohl die Ständige Impfkommission noch keine Empfehlung ausgesprochen hat, will das Bundesgesundheitsministerium nun auch Jugendlichen Impfangebote machen.  © dpa
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Stiko-Chef Thomas Mertens sagte dem “Spiegel” mit Blick auf eine neue Empfehlung: “Ich hoffe, dass wir das in den nächsten zehn Tagen schaffen.” Den Inhalt könne er aber nicht vorausnehmen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat sowohl den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch den von Moderna für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.

Bereits 900.000 Mädchen und Jungen in der Altersgruppe geimpft

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Der Deutsche Hausärzteverband kritisierte hingegen, dass die Stiko außen vor gelassen wurde. “Diese Diskussion unter Missachtung der Kompetenz der Ständigen Impfkommission kann eher zur Verunsicherung führen, als dass sie der Impfkampagne hilft”, sagte dessen Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “Warum eine Empfehlung der Stiko dazu zunächst nicht abgewartet werden kann, die sich auf Basis von fundierten Studien zeitnah äußern will, ist mir schleierhaft. Das Ganze klingt ein wenig nach Wahlkampfgetöse.”

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Spahn stellte heraus, dass sich bereits mehr als 900.000 Mädchen und Jungen in Deutschland einmal hätten impfen lassen, was etwa 20 Prozent aus dieser Altersgruppe entspreche. Auch den übrigen empfahl der Minister die Impfung. Gerade mit Blick auf die ansteckender Delta-Variante sei eine Ansteckung für Ungeimpfte in den nächsten Monaten „ziemlich wahrscheinlich“.

RND/epd

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