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Raketentests und Entführte: Japan verlängert Sanktionen gegen Nordkorea

  • Japan verbietet weiterhin jeglichen Handel mit Nordkorea und untersagt nordkoreanischen Schiffen, japanische Häfen anzulaufen.
  • Seine Sanktionen gegen Pjöngjang hat das Land um zwei Jahre verlängert.
  • Hintergrund sind Raketentests und immer noch ungeklärte Fälle entführter japanischer Staatsbürger.
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Tokio. Japan hat seine gegen Nordkorea verhängten Sanktionen um weitere zwei Jahre verlängert. Begründet wurde das am Dienstag von der Regierung mit dem Atomwaffenprogramm des kommunistischen Landes und keinerlei Fortschritt in den ungeklärten Fällen entführter japanischer Staatsbürger.

Die japanischen Sanktionen verbieten jeglichen Handel mit Nordkorea und untersagen nordkoreanischen Schiffen, japanische Häfen anzulaufen. Ausgenommen sind nur humanitäre Zwecke. Zudem hält sich Japan an die von den Vereinten Nationen wegen dessen Atom- und Raketenprogramms verhängten Sanktionen, nach denen unter anderem nordkoreanische Guthaben eingefroren werden und ein Waffenembargo gilt.

Nordkorea hat am 25. März die ersten Raketentests seit gut einem Jahr vollzogen. 2002 hatte Pjöngjang zugegeben, 13 japanische Staatsbürger in den 1970er und 1980er Jahren entführt zu haben, um seine Spione in japanischer Sprache und Kultur auszubilden. Fünf von ihnen durften 2003 nach Japan zurückkehren. Über den Verbleib der acht anderen erklärte Pjöngjang, sie seien entweder verstorben oder nie in Nordkorea gewesen.

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Ministerpräsident Yoshihide Suga hat der Aufklärung der Entführungsfälle höchste Priorität gegeben. Viele Japaner glauben, dass die Verschollenen noch am Leben sind.

RND/AP

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