Italiens Außenminister Di Maio für Friedenstruppen in Libyen

  • Luigi Di Maio hat eine UN-Mission zur Befriedung des Konflikts in Libyen angeregt.
  • Eine solche Friedensmission müsse jedoch aus Libyen selbst angefragt werden, sagte der italienische Außenminister.
  • Als Vorbild nannte Di Maio die Unifil-Mission im Libanon.
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Rom. Italiens Außenminister Luigi Di Maio hat eine UN-Friedensmission für Libyen angeregt. Die Anforderung dafür müsste jedoch aus Libyen selbst kommen, sagte der Politiker in einem am Sonntag veröffentlichen Interview der Zeitung "La Stampa". Europäische und konkret italienische Soldaten könnten sich an einer Blauhelm-Mission beteiligen.

In dem Interview und auf Facebook verwies der Minister der Fünf-Sterne-Partei auf die Unifil-Mission im Libanon: "Als Europäer müssen wir echte, wahrhafte Friedensmissionen wie Unifil im Libanon als Vorbild nehmen", schrieb er. Er mahnte ein geschlossenes Vorgehen der Europäischen Union an.

Außerdem telefonierte der Italiener mit dem türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag meldete. Dabei sei es um den gemeinsamen Willen zu einem italienisch-russisch-türkischen Dreier-Format zur Entspannung in dem Bürgerkriegsland gegangen, ebenso wie um eine in Berlin geplante Friedenskonferenz.

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In Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkrieg. Die international anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch kämpft mit dem einflussreichen General Chalifa Haftar um die Macht. Aktuell laufen international zahlreiche Gespräche zur Eindämmung des Konfliktes.

RND/dpa

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