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EU-Land vor Neuwahlen

Italiens Rechtsaußen Salvini: „Ich bin absolut bereit“

Matteo Salvini,  Parteivorsitzende der Lega , während seines Besuchs auf Lampedusa.

Matteo Salvini, Parteivorsitzende der Lega , während seines Besuchs auf Lampedusa.

Rom. Der italienische Rechtspolitiker Matteo Salvini sieht sich für den Fall eines überraschenden Wahlsieges seiner Partei Lega gerüstet für das Amt des Regierungschefs. Das sagte er am Donnerstag bei einem Besuch des Migranten- und Flüchtlingslagers auf der Mittelmeerinsel Lampedusa. „Ich bin absolut bereit.“

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Die Mitte-Rechts-Allianz liegt in Front

Die Mitte-Rechts-Allianz aus Lega, Forza Italia (FI) und Fratelli d‘Italia (FdI) führt in den Umfragen für die Wahl am 25. September. Allerdings liegt FdI unter den Parteien in Front. Giorgia Meloni, Chefin der postfaschistischen Fratelli d‘Italia, hat damit gute Chancen, Ministerpräsidentin zu werden. Meloni gilt als „tosta“ – als knallhart und entschlossen.

Italien darf seine Tore nicht aufmachen für illegale Einwanderer, die vor gar keinem Krieg flüchten.

Der italienische Rechtspolitiker Matteo Salvini

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Salvini kündigte bei seinem Kurzbesuch auf Lampedusa an, dass er im Falle der Regierungsübernahme von Mitte-Rechts die „Grenzen sichern“ und den Zustrom von Migranten stoppen wolle. „Italien darf seine Tore nicht aufmachen für illegale Einwanderer, die vor gar keinem Krieg flüchten“, sagte er vor Journalisten.

Schon zu seiner Zeit als Innenminister von 2018 bis 2019 ging Salvini hart gegen Bootsflüchtlinge und auch Seenotretter vor. Wegen einiger Vorfälle muss er sich inzwischen vor italienischen Gerichten verantworten. Nun erinnert er daran, dass damals deutlich weniger Menschen über das Mittelmeer von Afrika nach Italien gekommen seien.

Giorgia Meloni, Chefin der postfaschistischen Fratelli d'Italia, hat derzeit die besten Karten, Nachfolgerin von Mario Draghi zu werden.

Giorgia Meloni, Chefin der postfaschistischen Fratelli d'Italia, hat derzeit die besten Karten, Nachfolgerin von Mario Draghi zu werden.

Das Innenministerium, deren Chefin Luciana Lamorgese von Salvini und auch Fratelli-Chefin Meloni regelmäßig kritisiert wird, zählte Stand Donnerstag 42 465 Menschen, die in diesem Jahr mit Booten an den Küsten und Häfen Italiens angekommen sind. Das sind deutlich mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres 2021 (30 315).

Das Camp auf Lampedusa - eigentlich für gut 350 Menschen ausgelegt - ist regelmäßig überfüllt. Fast täglich werden Hunderte Migranten mit Schiffen in andere Gebiete Süditaliens gebracht. Bilder von Menschen, die in dem Lager auf Matratzen am Boden liegen, und von überfüllten Mülleimern sorgten zuletzt für Empörung. „Das ist eines zivilisierten Landes unwürdig“, sagte Salvini.

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Aber: Der Sturz Draghis hat ihm und seiner Partei nur geschadet – die Lega verliert weiter an Zustimmung.

RND/dpa

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