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  • Ist Spahn nach der neuen Maskenaffäre für die CDU noch tragbar? SPD-Chef Walter-Borjans fordert Rauswurf

SPD-Chef Borjans fragt Laschet: Ist Spahn für die CDU noch tragbar?

  • Bundesgesundheitsminister Spahn steht nach seinem Umgang mit angeblich minderwertigen Corona-Masken im politischen Feuer.
  • SPD-Chef Walter-Borjans fordert Konsequenzen in der CDU.
  • Seine Partei hätte in solch einem Fall schon lange gehandelt.
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Berlin. Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hält den Umgang von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit angeblich minderwertigen Corona-Masken für menschenverachtend und fordert Konsequenzen.

„Armin Laschet muss sich jetzt der Frage stellen, ob dieses skandalöse Vorgehen von Jens Spahn für eine Partei mit einem christlichen Etikett noch tragbar ist“, sagte Walter-Borjans der „Bild am Sonntag“. „Die Öffentlichkeit hat das Recht auf eine schnelle Antwort.“

Spahn steht nach einem „Spiegel“-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen Corona-Masken in der Kritik. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Menschen mit Behinderung oder an Obdachlose gehen.

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„Ein nicht akzeptabler Vorwurf“

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wies die Darstellung zurück, dass die Gefährdung von Menschen in Kauf genommen worden sei - auch von Angehörigen besonders vulnerabler Gruppen. „Das ist ein nicht akzeptabler Vorwurf, der von keinen Fakten gedeckt ist“, twitterte das BMG.

Walter-Borjans sagte der Zeitung: „Es ist unwürdig und menschenverachtend, wenn ein Gesundheitsminister Menschen in zwei Klassen einteilt, nämlich die mit Anspruch auf qualitätsgeprüfte Masken und die, für die absolut untaugliche Masken gut genug sind, um ihr Leben eben nicht zu schützen.“ „Wenn das einem Minister der SPD einfiele, wüssten wir, was zu tun ist.“

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Göring-Eckardt erschüttert

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt zeigte sich „erschüttert“ und erwartet „eine umgehende Erklärung vom Minister selbst“. Göring-Eckardt sagte der „Bild am Sonntag“: „Die Bundesregierung darf keinen Zweifel daran lassen, dass Leben und Gesundheit jedes Menschen gleichviel zählt und nicht aufs Spiel gesetzt wird, um eigene Fehler unter den Teppich zu kehren.“

RND/cle/dpa

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