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Israelischer Botschafter sieht Demokratie in Deutschland bedroht

  • Der israelische Botschafter in Deutschland sieht die Demokratie in Deutschland in ernsthafter Gefahr.
  • Nach den Morden in Hanau und Halle mache er sich Sorgen um das Fortbestehen der offenen Gesellschaft.
  • Wohin derartiger Hass führen könne, habe der Holocaust gezeigt.
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Osnabrück. Nach den rassistischen Morden von Hanau sieht der israelische Botschafter in Berlin nach eigenen Worten die Demokratie in Deutschland in Gefahr. “Keine demokratische Gesellschaft kann überleben, wenn Minderheiten permanent bedroht oder geschädigt werden”, sagte Jeremy Issacharoff der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Donnerstag). “Der Holocaust hat uns allen gezeigt, wohin ein solcher Hass führt und welche schrecklichen Folgen er haben kann, und genau darum geht es jetzt.” Eine offene Gesellschaft könne vieles tolerieren, aber niemals Gewalt.

“Die Menschen beginnen wieder gewalttätig gegen Minderheiten, gegen Juden und Muslime zu handeln”, sagte Issacharoff. “Aus Worten werden Taten.” Mit Blick auf die antisemitischen und antimuslimischen Anschläge im Oktober in Halle und in der vergangenen Woche in Hanau appellierte der Botschafter an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken. “Mehr Sicherheit für jede Art von Gemeinde in Deutschland kann nicht dadurch erreicht werden, dass Menschen ihre Identität, ihre Religion verheimlichen”, sagte er. “Wir müssen mit unserer Vielfalt leben.”

RND/epd

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