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Israel und Deutschland streben Verlängerung von Waffenembargo gegen Iran an

  • Bei seinem Besuch in Deutschland hat der israelische Außenminister Gabi Aschkenasi die Fortdauer des UN-Waffenembargos gegen den Iran gefordert.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas sagte, man versuche sich an einer diplomatischen Lösung.
  • Zugleich stehe Deutschland weiter zum internationalen Atomabkommen mit dem Iran.
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Berlin. Der israelische Außenminister Gabi Aschkenasi hat zu Besuch in Deutschland die Fortdauer des UN-Waffenembargos gegen den Iran angemahnt.

Israel wolle nicht nur Deutschland, sondern die europäischen Länder dabei sehen, wie sie den Iran daran hinderten, moderne Waffensysteme zu bekommen und im Nahen Osten zu verbreiten, sagte Aschkenasi am Donnerstag in Berlin. Das sei wichtig für die Stabilität der Region.

Bundesaußenminister Heiko Maas stimmte mit Aschkenasi überein, dass eine Verlängerung des Waffenembargos angestrebt werden müsse. Man versuche sich an einer diplomatischen Lösung.

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Zugleich stehe Deutschland weiter zum internationalen Atomabkommen mit dem Iran - dies sei das beste Abkommen, um den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern. Dennoch sei man “nicht naiv”, was den Iran betreffe: “Wir wissen, dass der Iran eine gefährliche Rolle in der Region spielt.”

Großes Streitthema im UN-Sicherheitsrat

Das Atomabkommen ist zum großen Streitthema im UN-Sicherheitsrat geworden. Dort versuchen die USA derzeit, eine vollständige Verlängerung des bestehenden Embargos zu erwirken. Aber laut Maas würde dies sehr wahrscheinlich durch Russland und China mit einem Veto verhindert. Das aktuelle UN-Waffenembargo gegen den Iran läuft am 18. Oktober aus.

Maas und Aschkenasi trafen sich in der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, wo hochrangige Nazis 1942 über die sogenannte Endlösung der Judenfrage berieten. Als Sohn eines Holocaust-Überlebenden sei es besonders emotional für ihn, diesen Ort zu besichtigen, sagte Aschkenasi. Die Nazis ermordeten mehr als sechs Millionen Juden.

RND/AP

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