Israel lockert einige Beschränkungen im Gazastreifen

  • Israel hat den Gazastreifen seit langem mit unzähligen Verboten und Beschränkungen verhängt.
  • Nun werden einige davon gelockert.
  • So dürfen zum Beispiel Kleidung und Agrarprodukte exportiert werden und der grenzüberschreitende Postverkehr wieder aufgenommen werden.
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Gaza-Stadt. Israel hat einige Beschränkungen im Gazastreifen gelockert. Erstmals seit 40 Tagen seien elf Lastwagenladungen mit Kleidung über den Warenübergang Kerem Schalom exportiert worden, teilten palästinensische Funktionäre am Montag mit.

Am Vortag gab Israel bekannt, Agrarausfuhren aus dem Gazastreifen in begrenztem Umfang zuzulassen. Auch der grenzüberschreitende Postverkehr wurde wieder aufgenommen.

Die Beschränkungen hatten die wackelige Waffenruhe gefährdet, auf die sich Israel und die Hamas nach ihrem elftägigen Krieg im Mai unter ägyptischer Vermittlung geeinigt hatten. So stapelten sich Tausende Pässe aus dem Gazastreifen und andere wichtige Dokumente, die zur weiteren Bearbeitung an die Palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland gehen sollten.

Die meisten Blockaden und Verbote bleiben bestehen

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Andere von Israel verhängte Auflagen für den Gazastreifen bleiben bestehen. Dazu gehören Einschränkungen der Fischereizone für lokale Fänger, eine Begrenzung der Zahl der Patienten mit Recht auf eine Behandlung in Israel oder im Westjordanland sowie ein Verbot von Rohstoffen für Industrien im Gazastreifen.

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Die Hamas fordert seit langem erhebliche Lockerungen der Blockade. Vergangene Woche schickten Aktivisten mit Verbindungen zu der militant-islamistischen Gruppe Brandballons in Richtung der Grenze, wodurch Ackerland verbrannt wurde.

Israel reagierte trotz der Waffenruhe mit Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen. Der neue israelische Ministerpräsident Naftali Bennett warnte die Hamas, dass Israel selbst kleine Attacken aus dem Gazastreifen nicht dulden werde.

RND/AP

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