Israel erneut aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen

  • Trotz einer vereinbarten Waffenruhe wurde Israel am Donnerstag erneut mit Raketen beschossen.
  • In mehreren israelischen Orten in der Nähe des Gazastreifens warnten Sirenen vor Luftangriffen.
  • In den vergangenen zwei Tagen hatte die Terrororganisation “Islamischer Dschihad” zahlreiche Raketen auf Israel gefeuert.
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Tel Aviv/Gaza. Extremisten haben erneut aus dem Gazastreifen Raketen auf Israel abgefeuert. Stunden nach Inkrafttreten einer Waffenruhe war am Donnerstag zu sehen, dass mindestens fünf Raketen aus dem palästinensischen Gebiet aufstiegen. In mehreren israelischen Orten in der Nähe des Gazastreifens warnten Sirenen vor Luftangriffen.

Nach zweitägigem gegenseitigem Beschuss hatten Israel und die Extremistengruppe Islamischer Dschihad eine Waffenruhe vereinbart, die am Morgen in Kraft getreten war. Die Zukunft der Waffenruhe war nach dem erneuten palästinensischen Raketenbeschuss zunächst ungewiss. Bei den Kämpfen waren seit Dienstag mindestens 34 Palästinenser ums Leben gekommen.

Im Gazastreifen vor allem Terroristen getötet

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Die meisten davon waren nach palästinensischen Quellen Militante. Der Islamische Dschihad wird von EU und USA als Terrororganisation eingestuft und hat in der Vergangenheit häufig blutige Anschläge in Israel verübt. Die Organisation wird von Israels Erzfeind Iran finanziert und hat sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben.

Die Waffenruhe wurde von Israels Regierung zwar nicht offiziell bestätigt. Jonathan Conricus, ein Sprecher der Armee, sagte jedoch: „Wir sind informiert worden, dass es eine Waffenruhe gibt, nach meinem Verständnis war Ägypten von höchster Bedeutung bei den Verhandlungen.“

Der UN-Nahostgesandte Nikolaj Mladenow rief zuvor auf Twitter alle Beteiligten zu „maximaler Zurückhaltung“ auf. „Ägypten und die UN haben hart daran gearbeitet, um zu verhindern, dass die gefährliche Eskalation in und um Gaza zu einem Krieg führt. Die kommenden Stunden und Tage werden entscheidend sein.“

RND/AP/dpa