Israel: Comeback des Grünen Passes wegen Corona-Neuanstiegs

  • Im Februar hatte Israel den Grünen Pass eingeführt, der Impfungen gegen das Coronavirus nachweist.
  • Als die Infektionszahlen aber stark zurückgingen, wurde diese Maßnahme wieder eingestellt.
  • Wegen steigender Corona-Fälle, die mit der Delta-Variante in Zusammenhang gebracht werden, erlebt der Grüne Pass wohl sein Comeback.
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Tel Aviv. Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel soll in dem Land der sogenannte Grüne Pass wieder eingeführt werden.

Das Corona-Kabinett beschloss am Donnerstag, für Versammlungen von mehr als 100 Menschen erneut Beschränkungen zu verhängen. Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, müssen demnach am Eingang eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis.

Dies soll unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser gelten.

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Die neuen Vorschriften, die auch noch von der ganzen Regierung gebilligt werden müssen, sollen in einer Woche in Kraft treten. Am Mittwoch waren ähnliche Beschränkungen für Festhallen verhängt worden. Die im Juni kurzfristig aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder.

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Laut der Entscheidung des Corona-Kabinetts müssen Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, vom 8. August an die Kosten für Corona-Tests selbst tragen.

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Der Grüne Pass, der Erleichterungen für Geimpfte und Genesene brachte, war in Israel im Februar eingeführt worden. Nach einem deutlichen Rückgang der Infektionszahlen waren die meisten Beschränkungen jedoch wieder aufgehoben worden.

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hatte aber zuletzt wieder die 1000er-Marke überschritten. Am Donnerstag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 1336 neue Fälle gemeldet worden.

Für den Neuanstieg wird vor allem die Delta-Variante verantwortlich gemacht, die als besonders ansteckend gilt. Rund 62 Prozent der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, mehr als 56 Prozent auch die zweite Dosis.

RND/dpa

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