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Irreführende Telefonanrufe: US-Wähler werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben

  • „Bleiben Sie zu Hause“ – einige US-Bürger sollen am Tag der US-Wahl diese Aufforderung über einen automatisierten Telefonanruf erhalten haben.
  • Das berichtet die US-amerikanische Zeitung „Politico“.
  • Die Außenminister der betroffenen Staaten halten dagegen und fordern die Bürger auf, in die Wahllokale zu kommen.
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Wahlbeamte in den USA warnen am Tag der US-Präsidentschaft­swahl vor irreführenden Anweisungen von sogenannten Robocalls. So sollen US-Bürger landesweit Anrufe bekommen haben, in denen sie dazu aufgefordert wurden, zu Hause zu bleiben. Das berichtet die US-amerikanische Zeitung „Politico“. Von den Anrufen sollen Wähler aus den Bundesstaaten Michigan, North Carolina, Nebraska und Iowa betroffen sein.

Bei einem Robocall handelt es sich um einen Anruf, der bei einem computer­gestützten Autodialer verwendet wird. Mithilfe einer Software wird so automatisch eine Telefon­nummer gewählt. Sobald der Anruf beantwortet oder angenommen wird, spielt die Software eine zuvor aufgezeichnete Nachricht ab.

Ein Wähler aus North Carolina, der den Anruf am Morgen des 3. November erhalten haben soll, berichtet von einer weiblichen Stimme, die ihn aufforderte, zu Hause zu bleiben, da es anderenfalls gefährlich werden könne. „Politico“ zufolge soll die Stimme während des Anrufs gesagt haben: „Time to stay home. Stay safe und stay home.“ (Deutsch: „Es ist Zeit, zu Hause zu bleiben. Bleib sicher und bleib zu Hause.“)

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Außenminister rufen Bürger auf, in die Wahllokale zu kommen – FBI ermittelt

Die Außenminister der betroffenen Bundes­staaten haben umgehend auf diese Warnungen reagiert. Demnach forderte Robert Evnen, Außenminister des Staates Nebraska, die Wähler auf Twitter dazu auf, in die Wahllokale zu kommen. „Unsere Wahllokale im gesamten Bundesstaat sind geöffnet. Unsere Wähler und Wahlhelfer werden in Sicherheit sein“, schreibt er am Dienstag­nachmittag deutscher Zeit.

Jocelyn Benson, Außenministerin von Michigan, äußerte sich bereits am Vormittag. „Ich möchte jedem, der plant, persönlich abzustimmen, versichern, dass er dies bis heute 20 Uhr tun muss“, sagt Benson, wie die „Politico“ berichtet.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist weder der Zweck der Anrufe bekannt noch wer dahintersteckt. Allerdings habe es bereits im Juli ähnliche Vorfälle gegeben, heißt es weiter in dem Bericht von „Politico“. Laut einem Mitarbeiter des Telekommunikations- und Netzwerk­unternehmens Transaction Network Services, Jim Tyrell, könnten die Anrufe ein Versuch gewesen sein, um die Wähler einzuschüchtern. Inzwischen untersuche das FBI die Anrufe.

RND/ch

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