Irans Präsident erhöht im Atom-Streit Druck auf Europäer

  • Hassan Ruhani will im Atom-Streit nicht nachgeben.
  • “Leider zeigen die europäischen Staaten Unfähigkeit oder mangelnde Bereitschaft, wenn es um konkrete Aktionen geht”, erklärt er.
  • Zugleich droht Irans Präsident mit “weiteren Schritten”.
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New York . Irans Präsident Hassan Ruhani hat im Streit um die Fortsetzung des Atom-Abkommens den Druck auf die europäischen Vertragspartner erhöht. "Leider zeigen die europäischen Staaten Unfähigkeit oder mangelnde Bereitschaft, wenn es um konkrete Aktionen geht", sagte Ruhani am Donnerstag bei einer Pressekonferenz am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Es werde weitere Gespräche geben und er hoffe auf eine Lösung, sagte Ruhani weiter. Für den Fall, dass die Europäer nicht zu ihren Versprechen stünden, drohte er aber gleichzeitig mit "weiteren Schritten".

Hintergrund ist der Konflikt um das internationale Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe. Die USA waren 2018 im Alleingang aus dem Abkommen ausgestiegen, um den Iran mit maximalem Druck zu einem Kurswechsel in der als aggressiv erachteten Nahostpolitik zu zwingen. Der Iran reagierte darauf zuletzt mit einem Wiederhochfahren der im Vertrag begrenzten Urananreicherung.

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Zudem droht Teheran mit einer Behinderung des wichtigen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus im Persischen Golf. Erst am Mittwoch hatte sich die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China, Russland und dem Iran in einer Erklärung weiter zu dem Abkommen bekannt.

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RND/dpa