Iran gibt wohl britischen Öltanker frei

  • Der Iran sendet offenbar ein Zeichen der Entspannung im Streit mit Großbritannien um festgesetzte Öltanker.
  • Die Iraner teilten mit, der Öltanker “Stena Impero” dürfe den Hafen Bandar Abbas verlassen.
  • Vorangegangen war die Festsetzung eines Tankers mit iranischem Öl in Gibraltar im Juli.
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Teheran. Der seit Mitte Juli in der Straße von Hormus beschlagnahmte britische Öltanker "Stena Impero" darf laut iranischem Präsidialamt in Teheran "losfahren". "Wie schon berichtet, sind die juristischen Untersuchungen abgeschlossen und die Verstöße des Schiffes wurden verziehen", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei am Montag. Ob das Schiff bereits den Iran verlassen hat, sagte Rabiei nicht.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Schiff am 19. Juli unter dem Vorwurf festgesetzt, Vorschriften des Seerechts im Persischen Golf missachtet zu haben. Die juristischen Untersuchungen in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas hatten laut Teheran 65 Tage gedauert.

Tanker-Konflikt zwischen Großbritannien und dem Iran

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Die britische Regierung vermutete hinter der Festsetzung der "Stena Impero" eine Reaktion auf einen Vorfall im britischen Gibraltar. Dort war Anfang Juli ein Supertanker mit Öl aus dem Iran, das für Syrien bestimmt gewesen sein soll, an die Kette gelegt worden. Die Lieferung verstieß den Behörden zufolge gegen EU-Sanktionen, die gegen das Bürgerkriegsland Syrien verhängt worden waren. Der Iran sprach von "Piraterie" und drohte mit Konsequenzen. Ein Gericht in Gibraltar gab das Schiff, das von "Grace-1" in "Adrian Darya-1" umgetauft wurde, Mitte August frei.

RND/dpa