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Iran dementiert tödliche Attacke auf israelisches Schiff

  • Nach dem Angriff auf einen Tanker mit israelischem Besitzanteil im Persischen Golf hat der Iran eine Beteiligung dementiert.
  • “Wir verurteilen diese grundlosen Unterstellungen seitens der Zionisten (Israel)”, sagte Irans Außenamtssprecher Said Chatibsadeh.
  • Bei der Attacke wurden zwei Menschen getötet.
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Teheran/Tel Aviv. Der Iran hat eine Verwicklung in den Angriff auf einen Tanker im Persischen Golf mit israelischem Besitzanteil zurückgewiesen. Israel hatte davor dem Erzfeind Iran die Schuld für die Attacke gegeben, bei der am Donnerstag zwei Crew-Mitglieder getötet worden waren.

Das Schiff wird von der britischen Firma Zodiac Maritime verwaltet. Vorsitzender der Zodiac-Gruppe ist der israelische Geschäftsmann Ejal Ofer, der nach Medienberichten auch Anteile der Gruppe besitzt.

„Wir verurteilen diese grundlosen Unterstellungen seitens der Zionisten (Israel)“, sagte Irans Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Sonntag in Teheran. Israel sei ein illegitimes und gewalttätiges Regime und absurde Schuldzuweisungen würden diese Tatsache weder ändern noch dem Regime nutzen. Israels Außenminister Jair Lapid hatte den Iran zuvor auf Twitter als „Exporteur von Terror, Zerstörung und Instabilität, die uns allen schaden“ bezeichnet.

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“New York Times”: Angriff wurde von Drohnen ausgeführt

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf israelische Quellen, es sehe danach aus, dass der Angriff von mehreren unbemannten iranischen Drohnen ausgeführt worden sei.

Der israelische Rundfunk berichtete am Sonntag, Lapid habe mit US-Außenminister Antony Blinken und den Außenministern Großbritanniens und Rumäniens über den Vorfall gesprochen. Der Rundfunk berichtete, Israel wolle den Vorfall zum Anlass nehmen, den Westen gegen den Iran zu mobilisieren.

Zodiac Maritime hatte am Freitag mitgeteilt, es gebe den Verdacht eines Vorfalls mit Piraten an Bord des Tankers „M/T Mercer Street“. Das Schiff sei in japanischem Besitz und werde von der Firma mit Sitz in Großbritannien verwaltet. Es habe sich auf dem Weg von Tansania in das Emirat Fudschaira befunden und keine Fracht an Bord gehabt.

Im Indischen Ozean und dem Golf von Oman sind in den vergangenen Monaten immer wieder Schiffe mit Verbindungen zu Israelis angegriffen worden. Der Iran ist mit Israel verfeindet. Israel wiederum hat mittlerweile diplomatische Beziehungen mit den beiden Golfanrainern Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain aufgenommen.

RND/dpa

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