• Startseite
  • Politik
  • Iran-Atomabkommen: Maas zieht nach erster Verhandlungsrunde positive Bilanz

Maas: Erste Verhandlungsrunde zu Iran-Atomabkommen war positiv

  • Jahrelang lag das Atomabkommen mit dem Iran auf Eis.
  • Nach dem Präsidentenwechsel in den USA haben nun die Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Abkommens begonnen.
  • Außenminister Heiko Maas zieht eine positive Bilanz der ersten Runde – warnt aber auch vor verfrühter Euphorie.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine positive Bilanz der ersten Verhandlungsrunde zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran gezogen. „Wir haben eine erste Woche mit konstruktiven Gesprächen hinter uns“, sagte Maas dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Alle Seiten haben Bereitschaft gezeigt, mit der nötigen Ernsthaftigkeit auf das gleiche Ziel hinzuarbeiten: die vollständige Umsetzung des Atomabkommens mit dem Iran.“

Maas warnte allerdings vor verfrühter Euphorie: „Das wird nicht leicht. Wir stehen erst am Anfang intensiver Verhandlungen“, sagte er. „Es geht um hochkomplexe Fragen, deren Lösung allen Kompromissbereitschaft abnötigen wird. Jeder eskalierende Schritt kann uns wieder zurückwerfen.“ Der eingeschlagene Weg könne aber auch zu mehr Stabilität und Sicherheit in der Region führen.

Hauptstadt-Radar Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel mit dem 360-Grad-Blick auf die Politik im Superwahljahr. Immer dienstags, donnerstags und samstags.
Anzeige

Auch der Iran hatte sich nach der ersten dreitägigen Verhandlungsrunde vorsichtig optimistisch gezeigt. Das 2015 geschlossene Atomabkommen sollte verhindern, dass der Iran Nuklearwaffen bauen kann.

Die USA waren unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump 2018 aus dem Abkommen ausgestiegen und hatte gegen das Land Sanktionen verhängt. Der Iran hatte daraufhin seine Uran-Produktion gesteigert.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat erklärt, dem Atomabkommen wieder beitreten zu wollen. Über die dafür nötigen Schritte vom Abbau der US-Sanktionen bis zum Zurückfahren der iranischen Uran-Produktion und der Zulassung von Kontrollen besteht noch Uneinigkeit.

Anzeige

An den Verhandlungen sind Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Russland, China und die EU beteiligt.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen