Um Geldwäsche zu erschweren

Innenministerin Faeser will Bargeldobergrenze von 10.000 Euro

Innenministerin Nancy Faeser (SPD).

Innenministerin Nancy Faeser (SPD).

Innenministerin Nancy Faeser (SPD) spricht sich für eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro aus. Damit soll verhindert oder zumindest deutlich erschwert werden, dass illegal erworbenes Geld in Deutschland gewaschen wird. Die EU-Kommission hatte bereits im Juli 2021 eine europaweit geltende Obergrenze für Zahlungen mit Bargeld vorgeschlagen.

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„Ein 30.000-Euro-Barkauf von Schmuck oder Uhren sollte bald der Vergangenheit angehören“, sagte Faeser der „Bild am Sonntag“. „Ich setze mich für die Einführung einer allgemeinen Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ein. Das verringert die Gefahr, dass Vermögenswerte von Kriminellen verschleiert werden.“

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Bargeldobergrenze bereits in vielen Ländern

Befürworterinnen und Befürworter der Bargeldobergrenze argumentieren, Kriminelle hätten es dann schwerer, die illegale Herkunft von Geldern zu verschleiern, das gelte für Terrorismus­finanzierung ebenso wie für Schwarzarbeit. Denn anders als elektronische Einzahlungen oder Überweisungen hinterlassen Bargeldgeschäfte kaum Spuren. Somit könnte eine Obergrenze für Zahlungen mit Schein und Münze kriminelle Machenschaften eindämmen.

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Für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher dürften Barzahlungen in fünfstelliger Höhe Seltenheitswert haben. In bestimmten Bereichen könnten Obergrenzen aber Probleme bereiten, etwa beim Gebrauchtwagenkauf.

In den meisten Ländern Europas gibt es bereits Höchstgrenzen für Bargeldzahlungen – in Griechenland ist beispielsweise bei 500 Euro Schluss, in Kroatien bei 15.000 Euro. Keine Limits setzen bislang Staaten wie Deutschland, Österreich, Luxemburg und Zypern.

RND/seb/dpa

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