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Impfstoffmangel? Lauterbach muss jetzt Belege liefern

Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD, rechts) spricht bei der Übergabezeremonie mit seinem Amtsvorgänger Jens Spahn (CDU).

Berlin.Bei der Amtsübergabe im Gesundheits­ministerium lobte der neue Ressortchef Karl Lauterbach seinen Vorgänger Jens Spahn überschwänglich. Er wolle sich ganz herzlich bei ihm für die geleistete Arbeit bedanken, so der SPD-Politiker. Da hatte sich Lauterbach ganz offensichtlich noch nicht in die Hinterlassen­schaften des CDU-Ministers eingearbeitet. Dann wäre die Beurteilung wohl anders ausgefallen. Denn Lauterbach hat nach eigenen Angaben festgestellt, dass Spahn nicht genug Impfstoff bestellt hat.

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Nur: Belege dafür hat der neue Minister bisher nicht geliefert. Das ist nicht einfach nur eine kleine Ungeschicklichkeit. Es ist schlicht unprofessionell. Denn so kann leicht der Verdacht aufkommen, Lauterbach erfinde Probleme oder bausche sie auf, um sich anschließend als Retter der Impfkampagne feiern zu lassen.

Impfungen bleiben der Schlüssel zur Pandemieüberwindung

Der Minister muss daher dringend für umfassende Transparenz sorgen – auch in seinem eigenen Interesse. Und er ist gefordert, endlich ein vorausschauendes Impfstoff­management aufzubauen, mit dem hinreichend flexibel auch auf neue Entwicklungen reagiert werden kann. Das ist beileibe nicht trivial, aber es ist auch keine unlösbare Aufgabe.

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Es bleibt dabei, dass die Impfungen der Schlüssel zur Überwindung der Pandemie sind. Seit Wochen trommelt die Politik zu Recht für die Booster-Impfungen. Die Ampel­parteien wollen zudem die bisher Ungeimpften durch massiven Druck dazu bringen, sich endlich immunisieren zu lassen. Eine Impfpflicht für das Personal in Kliniken, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen soll ab Mitte März gelten, die allgemeine Impfpflicht soll folgen.

Das alles droht jedoch ins Leere zu laufen, wenn die Vakzine knapp werden. Wertvolle Zeit geht dann verloren – Zeit, die wir nicht haben. Denn nach allen bisherigen Erkenntnissen ist es nur eine Frage von Wochen, bis sich die ansteckendere Omikron-Variante in Deutschland flächen­deckend ausgebreitet hat.

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